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	<description>Verein für Philosophie und Kulturwissenschaften</description>
	<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 10:33:10 +0000</pubDate>
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		<title>Neuerscheinung: Kleist zur Gewalt</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 09:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Rationalpark]]></category>

		<category><![CDATA[gewalt]]></category>

		<category><![CDATA[jubiläum]]></category>

		<category><![CDATA[kleist]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch 200 Jahre nach seinem Tod im November 1811, hat das Werk des preußischen Dichters und Dramatikers nichts von seiner Intensität eingebüßt. Seine genuine Poetik des Radikalen zeigt sich besonders im Gewaltthema, das zweifelsohne zum ubiquitären Phänomen wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1743" title="kleist" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2011/06/kleist.jpg" alt="kleist" width="200" height="280" />Kleist zur Gewalt<br />
Transdisziplinäre Perspektiven</strong><br />
Gianluca Crepaldi, Andreas Kriwak, Thomas Pröll (Hg.)<br />
2011, <em>innsbruck</em> university press<br />
Edition Weltordnung - Religion - Gewalt, Band 8<br />
Broschiert, 216 Seiten, ISBN 978-3-902811-06-6 | EUR 18,90 (unverb. Preisempfehlung)</p>
<p>Zum Kleist-Jubiläumsjahr 2011 diskutiert dieser Band das Problem der Gewalt im und mit dem Werk Heinrich von Kleists durch transdisziplinäre Zugänge. Auch 200 Jahre nach seinem Tod im November 1811, hat das Werk des preußischen Dichters und Dramatikers nichts von seiner Intensität eingebüßt. Seine genuine Poetik des Radikalen zeigt sich besonders im Gewaltthema, das zweifelsohne zum ubiquitären Phänomen wird. Die Geschichten sind blutig, die Sprache brutal, aber niemals platt. Als Phänomenologe der Mannigfaltigkeit, ist Kleist bemüht, Gewalt kunstvoll auf unterschiedlichsten Ebenen zu reproduzieren. Sie tritt sowohl in der Getriebenheit des Einzelnen als auch zwischen Individuen in Erscheinung, in Liebe, Sexualität und Geschlechterkampf, innerfamilär oder in Familienfehden, gesellschaftlich und politisch, zwischen Bürgern und Eliten, innerhalb einer Volksgruppe oder zwischen den Völkern - und in Gestalt wütender Rachsucht reicht sie beinahe über das Diesseits hinaus: „Ich will nicht selig sein. Ich will in den untersten Grund der Hölle hinabfahren [...] und meine Rache, die ich hier nur unvollständig befriedigen konnte, wieder aufnehmen!&#8221;</p>
<p>Mit Beiträgen von Gianluca Crepaldi, Helmut Grugger, Andreas Kriwak, Monika Meister, Klaus Müller-Salget, Wolfgang Palaver, Thomas Pröll und Marion Tulka.</p>
<blockquote><p><strong>L I N K</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.uibk.ac.at/iup/" target="_blank">Innsbruck University Press (iup)</a></li>
</ul>
</blockquote>
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		<title>Vortrag: &#8220;Informations(t)raum&#8221;</title>
		<link>http://www.rationalpark.com/wp/2011/05/vortrag-informations-t-raum/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 16:43:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Rationalpark]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen der Ringvorlesung Medien und Minderheiten, die derzeit an der Universität Innsbruck abgehalten wird, findet am 26.05.2011 ein Vortrag von Werner Hanselitsch zum Thema Informations(t)raum statt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1719" title="Informations(t)raum" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2011/05/informationstraum.jpg" alt="Informations(t)raum" width="175" height="135" />Im Rahmen der Ringvorlesung &#8220;Medien und Minderheiten&#8221;, die derzeit an der Universität Innsbruck abgehalten wird, findet am 26.05.2011 ein Vortrag von Werner Hanselitsch zum Thema &#8220;Informations(t)raum&#8221; statt. Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!</p>
<p>Hier noch schnell ein kurzer thematischer Einblick für alle, die einen ersten Vorgeschmack bekommen wollen: &#8220;Im Unterschied zu Neuigkeiten, die bekanntlich den Empfänger derselben verunsichern, tragen Informationen dazu bei, den Menschen in seinem „In-der-Welt-sein&#8221; zu stabilisieren und zu festigen. Doch wie kommt Frau oder Mann zu Informationen? Im Folgenden wird versucht, diese Frage anhand unterschiedlicher historischer Situationen zu beantworten. Um dabei einen brauchbaren Vergleich ermitteln zu können, werden die jeweiligen Informationsstrukturen unter dem Gesichtspunkt von privat und öffentlich bzw. innen und außen beleuchtet. Je näher man dabei aber unserer gegenwärtigen Situation rückt, desto weniger sinnvoll ist diese Unterscheidung  - das Netzwerk lässt lediglich an seiner Peripherie noch derartige Trennungen zu. Wie lässt sich eine derartige Gesellschaftsform adäquat beschreiben und was könnte unsere Technik können? Diese Fragen sollen zumindest andeutungsweise beantwortet werden.&#8221;</p>
<blockquote><p><strong>I N F O</strong></p>
<ul>
<li><strong>Datum</strong>: 26.05.2011</li>
<li><strong>Zeit</strong>: 18:00 bis 19:30</li>
<li><strong>Ort</strong>: Hörsaal 5, Universität Innsbruck, Innrain 52</li>
</ul>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wittgenstein Personal Belief &#038; Philosophical Problems: Symposium</title>
		<link>http://www.rationalpark.com/wp/2011/05/wittgenstein-personal-belief-philosophical-problems-symposium/</link>
		<comments>http://www.rationalpark.com/wp/2011/05/wittgenstein-personal-belief-philosophical-problems-symposium/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 May 2011 15:38:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Events]]></category>

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		<description><![CDATA[The Symposium will take place from 4th of May 2011 to 6th of May 2011 in the
Research Insitute Brenner-Archives
Josef-Hirn-Straße 5-7, 10th Floor,
6020 Innsbruck
Austria.


Further Information&#8230;


]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1711" title="Wittgenstein" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2011/05/wittgenstein.jpg" alt="Wittgenstein" width="175" height="135" />The Symposium will take place from 4th of May 2011 to 6th of May 2011 in the</p>
<p><strong>Research Insitute Brenner-Archives<br />
Josef-Hirn-Straße 5-7, 10th Floor,<br />
6020 Innsbruck<br />
Austria.</strong></p>
<blockquote>
<ul>
<li><a href="http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/tagung_201105/">Further Information&#8230;</a></li>
</ul>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Franz Boas&#8221;, die Zweite!</title>
		<link>http://www.rationalpark.com/wp/2011/04/franz-boas-die-zweite/</link>
		<comments>http://www.rationalpark.com/wp/2011/04/franz-boas-die-zweite/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 16:54:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Rationalpark]]></category>

		<category><![CDATA[anthropologie]]></category>

		<category><![CDATA[anthropos]]></category>

		<category><![CDATA[neuauflage]]></category>

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		<description><![CDATA[Dafür kommt sogar Hamats'a aus einem geheimen Raum! Mit Freude dürfen wir verkünden, dass der von Friedrich Pöhl und Bernhard Tilg herausgegebene Sammelband zu Franz Boas - dem Godfather of American Anthropology - hervorragenden Anklang gefunden hat: Derzeit geht gerade die 2. Auflage in Produktion und wird in wenigen Wochen erscheinen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1689" title="Franz Boas: Hamats'a coming out of a secret room" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2011/04/boas2te.jpg" alt="Franz Boas: Hamats'a coming out of a secret room" width="175" height="135" />Dafür kommt sogar Hamats&#8217;a aus einem geheimen Raum!* Mit Freude dürfen wir verkünden, dass der von Friedrich Pöhl und Bernhard Tilg herausgegebene Sammelband zu Franz Boas - dem &#8220;Godfather of American Anthropology&#8221; - hervorragenden Anklang gefunden hat: Derzeit geht gerade die 2. Auflage in Produktion und wird in wenigen Wochen erscheinen. &#8220;<a href="http://lit-verlag.de/isbn/3-643-50003-8" target="_blank">Franz Boas - Kultur, Sprache, Rasse</a>&#8221; wird jedoch nicht einfach reproduziert. Für die neue Auflage konnte auch Jutta Zimmermann, ihres Zeichens Professorin für Nordamerikastudien und Leiterin des Zentrums für Nordamerikastudien an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, gewonnen werden.</p>
<p>In<em> Literatur als Interdiskurs: Franz Boas und die ethnographische Literatur der Zora Neale Hurston</em> zeigt Jutta Zimmermann auf, wie Hurston durch das Studium der Anthropologie bei Franz Boas eine Bewusstheit für die Komplexität und Kreativität der afroamerikanischen Kultur entwickelte und sich der wissenschaftlichen Analyse ihrer eigenen Kultur widmete.</p>
<p>Wer sich die Zeit bis zum Erscheinen verkürzen möchte, dem sei folgende, von Erich Kasten verfasste Rezension empfohlen, welche in <em>Anthropos 105.2010/2</em> erschienen ist und die wir mit freundlicher Genehmigung hier wiedergeben dürfen:</p>
<p>&#8220;Das vorliegende Buch enthält eine Reihe von Beiträgen, von denen einige bereits anderswo erschienen sind, wogegen andere anlässlich der Feiern zu Franz Boas’ 150stem Geburtstag in seiner Heimatstadt Minden sowie an der Universität Bielefeld im Jahr 2008 verfasst wurden. Zuvor hatten sich die Herausgeber dieses Bandes im Rahmen eines Stipendiums der American Philosophical Society in Philadelphia intensiv mit dem dort verwahrten Nachlass von Franz Boas auseinandergesetzt. Wie die meisten, die sich bislang mit jenem bedeutenden Mitbegründer der modernen Kulturanthropologie näher beschäftigt hatten, spürten auch sie die besondere Faszination, das wissenschaftlicheWerk dieses vor allem auch gesellschaftlich und politisch engagierten Forschers vor dem Hintergrund seiner besonderen Biographie zu sehen. Anlass zu diesem Band war für die Herausgeber unter anderem die offensichtliche geringe Beachtung, die das Werk von Franz Boas bei uns erfährt, wogegen er – wie Ludger Müller-Wille in seinem Beitrag näher ausführt – besonders auch für die neuere arktische Ethnologie maßgebliche Grundlagen schuf und zuletzt im Rahmen des Jesup-2-Forschungsprogramms (1997–2002) an Aktualität gewann.</p>
<p>In der Einleitung fasst Friedrich Pöhl einige der wesentlichen Themen zusammen, die in den folgenden Beiträgen näher ausgeführt werden. Wichtig war für Boas offenbar Zeit seines Lebens in den USA die Auseinandersetzung mit dem Patriotismus, zu dem er sich im Hinblick auf seine deutsche Herkunft zunächst bekannte und von dem er sich schließlich während der 30er Jahre zu distanzieren hatte; doch bereits 1914 erkannte Boas die Gefahr eines “falschen” Patriotismus, welcher – im Gegensatz zu dem von ihm vertretenen Kulturrelativismus – der eigenen Gruppe eine besondere Bedeutung gegenüber anderen zukommen lässt (6). Angesichts der Aufmerksamkeit, die das Werk der Humboldt-Brüder gegenwärtig in Berlin erfährt, sei erwähnt, dass sich Boas bei der von ihm betonten Affinität von Sprache und Denken auf das Werk Wilhelm von Humboldts beruft, der sich bereits über 100 Jahre zuvor mit ähnlicher Herangehensweise dem Studium von Sprachen gewidmet hatte (13).</p>
<p>Roland Girtler geht in dem folgenden Beitrag “Franz Boas – Burschenschafter und Schwiegersohn eines österreichischen Revolutionärs von 1848” vor allem der bereits aufgeworfenen Frage weiter nach, was für Boas die Grundlagen seines Deutschtums gewesen sein mochten. Für ihn war in seinen eigenen Worten “ein deutsches Haus prägend, in dem die Ideale der Revolution von 1848 lebendig waren” (31). So bewahrt Boas selbst 1940 seine “Liebe zu Deutschland”, wie er schreibt, “in der Überzeugung, dass sich der Wahnsinn, der sich des Volkes bemächtigt hat, nicht dauern kann” (37).</p>
<p>Ludger Müller-Wille kann auf Grund seiner eigenen langjährigen Forschungen in der amerikanischen Arktis besonders zutreffend den bleibenden Beitrag des Werks von Franz Boas nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die dort lebenden Inuit erfassen. Er hebt unter anderem die von Boas aufgezeichneten mündlichen Überlieferungen hervor, die “heute von den Inuit als kulturhistorische Quelle zur Weiterentwicklung der eigenen Kultur und Sprache genutzt werden” (50).</p>
<p>Anschließend geht Friedrich Pöhl der wichtigen Frage nach, wie sich der von Boas immer wieder postulierte ethische Anspruch in seinen eigenen Feldforschungsmethoden niederschlägt, die ansonsten – und wie zuvor bereits Ludger Müller-Wille hervorhob – für die damalige Zeit in vielem richtungweisend waren. Die überaus interessante und facettenreiche Debatte kann hier leider nicht in all ihren Einzelheiten wiedergegeben werden. Festzustellen ist Boas’ bisweilen gewisse akademische Arroganz in Konfliktsituationen gegenüber anderen (59), der offen bekannte Einsatz von “tricks”, um an gewünschtes Material zu gelangen (59), die heimliche Entfernung von Schädeln von Bestattungsplätzen bei den Indianern der Nordwestküste, obwohl diese für indigene Gemeinschaften eine wichtige religiöse Bedeutung besaßen und bis heute besitzen (62ff.). Unter dem Deckmantel des damaligen ethnologischen Dogmas, “retten, was zu retten ist” (67), konnte Boas hier eigene und offen dargelegte finanzielle Interessen rechtfertigen, wonach sich gute Erlöse aus dem Verkauf von seinerzeit zu Rassenforschungen stark nachgefragten Schädeln erzielen ließen. Diese Einnahmequelle schien ihm so wichtig zu sein, dass er sie sogar gegen den Widerstand von Missionaren zu verteidigen versuchte, die sich in dieser Frage schützend vor die Indianer stellten. Bei wissenschaftlich eher unbedarften Sammlern früherer Zeiten erscheint ein fragwürdiger Umgang mit religiösen Gegenständen nicht weiter verwunderlich, da sie mangels Wissens die eigentliche Bedeutung der Objekte oft nicht erfassen oder nachempfinden konnten (E. Kasten, Schamanen. Sibirische Weltbilder – westliche Gegenwelten. In: E. Kasten [Hrsg.], Schamanen Sibiriens. Magier, Mittler, Heiler. Berlin 2009: 24f.). Anders jedoch Boas, der nicht nur um deren zentrale Rolle in den jeweiligen indigenen Gemeinschaften so gut wie kaum ein anderer wusste und der beharrlich hohe ethische Ansprüche formulierte und selber ausgeprägtes soziales und politisches Engagement (s. u.) zeigte. Doch nahezu jeder Ethnologe hat bis heute bei seinen Feldforschungen mit dem Problem oder dem Trauma zu kämpfen, sein (wissenschaftliches) Eigeninteresse mit “politischer Korrektheit” in Einklang zu bringen, wo vorgefundene Bedingungen bisweilen eigenen Zielen im Wege stehen – oder es sogar auf solche Weise besonders geschickt zu kaschieren. Zumindest Boas gelang dies offenbar, indem er vorgab und vermutlich davon überzeugt war, es letztlich für die Wissenschaft zu tun.</p>
<p>George Lang hebt am Beispiel des Chinook Jargons, einer Kontaktsprache an der Nordwestküste, Franz Boas’ einzigartiges ethnopoetisches Vermächtnis hervor, auf Grund des besonderen Feingefühls, das er bei der Aufzeichnung von Texten und Gesängen an den Tag legte. Auch wenn Boas vermutlich nicht alle literarischen Implikationen der aufgezeichneten Mythen seines Informanten Q’ilti auf Grund bestimmter Einschränkungen (M. Dürr, Die Suche nach “Authentizität”. Texte und Sprachen bei Franz Boas. In: Dürr et al. [Hrsg.], Franz Boas. Ethnologe, Anthropologe, Sprachwissenschaftler. Ein Wegbereiter der modernen Wissenschaft vom Menschen. Berlin 1992: 103–124) vollständig erfassen konnte (92), sollte das den Wert dieser Arbeiten vor dem Hintergrund damaliger Forschungsmethoden und ethnolinguistischer Ansätze nicht schmälern. Hervorzuheben ist weiterhin, dass Boas zu den seinerzeit wenigen gehörte, die sich der Erforschung einer Kontaktsprache widmeten, zumal dies nicht dem damaligen Credo der “Salvage Ethnology” entsprach, wonach “‘uncontaminated’ artefacts as opposed to ‘articles of the acculturated arts’” der Vorzug zu geben sei (D. Cole, Franz Boas. The Early Years. Vancouver 1999: 91f.).</p>
<p>In dem Beitrag “Gegen den Strom der Zeit” stellt Bernhard Tilg die Rolle von Boas als die eines Antirassisten und politischen Aktivisten heraus. Gegen den vorherrschenden Mainstream seiner Zeit entwickelte er die Anthropologie und Ethnologie aus einem antirassistischen und evolutions-kritischen Ansatz heraus, der das Kriterium der Rasse für die wissenschaftliche Erforschung anderer Kulturen für hinfällig erklärt (98). Es ist aufschlussreich zu erfahren, wie Boas durch sein politisches Engagement vor allem in seinem Eintreten für die Rechte von Afroamerikanern ins Visier des FBI geriet und noch bis kurz vor seinem Tode dahingehend verhört wurde (108).</p>
<p>Boas “Location within the Afro-American Struggle” ist der Titel des in englischer Sprache verfassten Beitrags von Lee D. Baker. Boas prangerte schon früh gesellschaftliche Diskriminierung auf Grund von ethnischer und sozialer Zugehörigkeit an, wie sie in den USA zur damaligen Zeit durch Fortschrittsideologie und Sozialdarwinismus vielfach wissenschaftlich zu untermauern versucht wurde (111). Boas nahm offen Partei für eine der beiden unter sich zerstrittenen afroamerikanischen Interessengruppen, welche dieses Anliegen konsequenter vertrat, und zwar die um deren Wortführer W. E. B. Du Bois, was ihn jedoch auf Distanz zu dem gemäßigteren Flügel um Booker T. Washington brachte. Baker vermutet bei Boas eine gewisse Naivität, indem er sich offenbar der Komplexität jener Rivalitäten nicht vollständig bewusst war und dadurch die Unterstützung finanzstarker Kreise um Andrew Carnegie für seine Programme einbüßte, die wiederum hinter Booker T. Washington standen (119). Durch deren Allianzen mit einflussreichen Medienvertretern der damaligen Zeit wie Richard Watson Gilder fanden Boas’ Artikel zu dieser Frage kaum Eingang in die populäre Presse, womit sein Einfluss auf die öffentlicheMeinung hierzu zunächst (zu Beginn des 20. Jhs) beschränkt blieb (122). Dieser zeigte sich erst langfristig, durch den Paradigmenwechsel in der Rassenfrage, den die Schule von ihm an der Columbia University ausgebildeter Kulturanthropologen in Wissenschaft und Öffentlichkeit einleitete bzw. weiterführte (122). Schließlich bildeten die Arbeiten von Du Bois und Boas vermutlich auch eine wichtige Grundlage für Gunnar Myrdals epochales Werk “An American Dilemma” aus dem Jahr 1944 (126).</p>
<p>Zum Abschluss geht Jürgen Langenkämper in seinem Beitrag “Ich fürchte nur, wir verstehen einander nicht” der Frage nach, was Boas dazu bewegte, u. a. durch seinen offenen Brief an den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg vom 27.März 1933, schon früh so überzeugt und explizit Stellung gegen den Nationalsozialismus zu beziehen. Sehr aufschlussreich erweist sich hier das Studium seiner umfangreichen Korrespondenz, durch die er sich – neben anfangs noch regelmäßigen jährlichen Besuchen in der Heimat – über die bedrohlichen Entwicklungen und zunehmenden Repressionen vor allem gegenüber deutsch-jüdischen Wissenschaftlern auf dem Laufenden hielt. Enttäuschend stellte er fest, wie ehemalige Bundesbrüder sich von ihm abwandten, wogegen andere ihm – im Rahmen des Möglichen – die Treue hielten. Beeindruckend ist Boas’ Bereitschaft, mit der er sich den vielen Hilfsgesuchen seiner dortigen Kollegen widmete, die das Land zu verlassen und nach einer neuen Existenz im Ausland zu suchen hatten.</p>
<p>Insgesamt fasst das lesenswerte Buch viel von dem  zusammen, was in den letzten Jahren vor allem in Amerika zu Franz Boas geschrieben worden ist, und bietet zusätzliche aufschlussreiche Einblicke in sein Leben und Werk.</p>
<p style="text-align: right;">Erich Kasten&#8221;</p>
<p>* Franz Boas posiert für die Kamera. Text auf der Rückseite des Bildes: U.S.N.M. Rept. (1895) Plate 29 &#8220;Hamats&#8217;a coming out of secret room,&#8221; &amp; &#8220;Kwakiutl Indian ceremony for expelling cannibals.&#8221; Referenz: Negative MNH 8300, National Anthropological Archives, Smithsonian Institution.</p>
<blockquote><p><strong>L I N K S</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://lit-verlag.de/isbn/3-643-50003-8" target="_blank">&#8220;Franz Boas&#8221; - Friedrich Pöhl, Bernhard Tilg (Hg.) beim LIT-Verlag</a></li>
<li><a href="http://www.anthropos.eu/anthropos/journal/previous-issues/105-2.php" target="_blank">Anthropos 105.2010/2</a></li>
</ul>
</blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Neuerscheinung: Emotionen im deutschen Schlager 1930-1949</title>
		<link>http://www.rationalpark.com/wp/2011/03/neuerscheinung-emotionen-im-deutschen-schlager-1930-1949/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 10:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Rationalpark]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rationalpark-Crew war wieder einmal fleissig: Annegret Waldner hat sich in ihrem aktuellen Buch dem deutschen Schlager und dessen Wirkung in einer Zeit radikalen gesellschaftlichen Umbruchs gewidmet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1673" title="Emotionen im deutschen Schlager 1930-1949" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2011/03/schlager.jpg" alt="Emotionen im deutschen Schlager 1930-1949" width="200" height="280" />Die Rationalpark-Crew war wieder einmal fleissig: Annegret Waldner hat sich in ihrem aktuellen Buch dem deutschen Schlager und dessen Wirkung in einer Zeit radikalen gesellschaftlichen Umbruchs gewidmet.</p>
<p><strong>EMOTIONEN IM DEUTSCHEN SCHLAGER 1930-1949</strong><br />
Annegret Waldner<br />
Studienverlag, 2011<br />
Innsbrucker Schriften zur Europäischen Ethnologie und Kulturanalyse, Band 1 (Herausgeber: Fach Europäische Ethnologie am Institut für Geschichtswissenschaft und Europäische Ethnologie)<br />
Kartoniert, 206 Seiten, ISBN 978-3-7065-4772-7 | EUR 32,90 (unverb. Preisempfehlung)</p>
<p>&#8220;Wie sich der Alltag mit seinen Eindrücken, sozialen Bindungen und emotionalen Haltungen im populären Kulturprodukt des Schlagers widerspiegelt, analysiert Annegret Waldner in diesem Band. Sie untersucht dabei nicht nur die musikalische Gestaltung, sondern geht auch auf das Widerständige dieser Textgattung ein. Eingebettet in Theorien und Methoden einer kulturwissenschaftlichen Medientextanalyse stellt die Autorin die Geschichte der populären Kultur, des Schlagers von den 1930er Jahren der Weimarer Republik bis 1949 und der Medien des Schlagers - Grammophon, Radio, Tonfilm, Heftchen- und Notenliteratur - dar. Die verschiedenen Gefühlswelten und Werthaltungen als sowohl singulär wie auch periodisch auftretende Parameter werden quantitativ und qualitativ mittels einer am Text orientierten hermeneutischen Zugangsweise analysiert, in ihrer zeitlichen Abfolge dargestellt und medientextintern verglichen. Der Schlager unterlag von 1930 bis zur Restaurationsphase nach dem Zweiten Weltkrieg einer zensurierenden Beeinflussung, die an den unterschiedlichen Rezeptionsangeboten sichtbar wird. Er gibt Hinweise auf kulturelle und soziale Veränderungen und damit verbundene Wechsel von Einstellungen und Normen, teilt den Rezipientinnen und Rezipienten solche Umbrüche mit und bringt sich mit seinem diskursiven Charakter aktiv in diese Bewegungsprozesse ein. So ist der Schlager als alltagskulturelles Moment zu verstehen, als flüchtiger, selbstverständlicher Teil des täglichen Lebens, der den Hörerinnen und Hörern diesen Alltag &#8220;selbst verständlich&#8221; zu machen wusste.&#8221;</p>
<blockquote><p><strong>L I N K S</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://studienverlag.at/page.cfm?vpath=buecher/buchdetail&amp;titnr=4772" target="_blank">Studienverlag</a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/Emotionen-im-Deutschen-Schlager-1930-1949/dp/3706547724/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1300875158&amp;sr=8-1" target="_blank">Amazon.de</a></li>
</ul>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausstellung: Menschenbilder</title>
		<link>http://www.rationalpark.com/wp/2011/03/ausstellung-menschenbilder/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 07:45:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Events]]></category>

		<category><![CDATA[News]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rationalpark.com/wp/?p=1660</guid>
		<description><![CDATA["Bilder vom Menschen, Bilder von Menschen - Phantastische Blicke ins Innere des Körpers": Die Wahrnehmung von Körpern und Körperlichkeit, der historische Blick auf den Leib und der Drang sein Inneres und Äußeres zu erkunden, ist das Thema einer neuen Ausstellung vom 28.03. bis 16.04.2011 an der Universität Innsbruck.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1661" title="menschenbilder" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2011/03/menschenbilder.jpg" alt="menschenbilder" width="175" height="135" />Bilder vom Menschen, Bilder von Menschen - Phantastische Blicke ins Innere des Körpers</strong></p>
<p>Die Wahrnehmung von Körpern und Körperlichkeit, der historische Blick auf den Leib und der Drang sein Inneres und Äußeres zu erkunden, ist das Thema einer neuen Ausstellung vom 28.03. bis 16.04.2011 an der Universität Innsbruck. Der von Wissensdurst genährte Drang, die im Inneren des Körpers verborgenen Geheimnisse sichtbar zu machen, produzierte über Jahrhunderte neben Faktenwissen auch eine reichhaltige Bilderwelt. Welche Wendungen dieser verwegene Zugriff nahm, seine Höhenflüge wie seine Tiefschläge, sind Themen dieser Ausstellung. In den Fokus genommen werden dabei durchaus bekannte Bildnisse und Gebrauchsgrafiken, entstanden von der Neuzeit bis in das 20. Jahrhundert hinein. Siegessicher eröffnet der vom Skalpell zergliederte neuzeitliche Leib neue Perspektiven, während durch technischen Fortschritt und erweiterten Wissensstand später durchaus Ängste in das Bild rückten. Die Auflehnung des künstlichen Menschen gegen seinen Schöpfer ist hierbei nur ein Thema, die Sorge vor einer ungewissen Zukunft, wie sie die Evolutionstheorie mit sich brachte, ein weiteres.</p>
<p>Anhand einer Auswahl historischer Körperkonzepte und -metaphern bietet die gezeigte Zusammenstellung den BesucherInnen die Möglichkeit, diese bis in die Gegenwart weiterzudenken. Die Ausstellung &#8220;Bilder vom Menschen, Bilder von Menschen&#8221; entstand im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Fachbereich Europäische Ethnologie und wurde von StudentInnen der Europäischen Ethnologie gestaltet.</p>
<blockquote><p><strong>I N F O</strong></p>
<ul>
<li><strong>Austellungsdauer</strong>: 28.03. bis 16.04.2011</li>
<li><strong>Eröffnungsabend</strong>: 28.03.2011, 19:00 Uhr</li>
<li><strong>Ort</strong>: Universität Innsbruck, Bruno-Sander-Haus Erdgeschoß, Innrain 52, 6020 Innsbruck</li>
<li>Dieses Projekt wird vom Land Tirol sowie der Österr. HochschülerInnenschaft gefördert.</li>
</ul>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Von Zillerthal nach Zillerthal</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 08:06:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Events]]></category>

		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Annegret Waldner und Sonja Stabentheiner möchten Sie zu einer spannenden Reise über Länder und Zeit hinweg einladen: Im Spätsommer 1837 wurden mehr als 400 Menschen aus dem Zillertal in Tirol ausgewiesen, da sie sich zum protestantischen Glauben bekannten. Sie fanden zumindest für die nächsten Jahre eine neue Heimat am Nordabhang des Riesengebirges im damaligen Preussisch - Schlesien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1643" title="photo by fraukenstein - flickr.com" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2011/03/zillerthal.jpg" alt="photo by fraukenstein - flickr.com" width="175" height="135" />Annegret Waldner und Sonja Stabentheiner möchten Sie zu einer spannenden Reise über Länder und Zeit hinweg einladen: Im Spätsommer 1837 wurden mehr als 400 Menschen aus dem Zillertal in Tirol ausgewiesen, da sie sich zum protestantischen Glauben bekannten. Sie fanden zumindest für die nächsten Jahre eine neue Heimat am Nordabhang des Riesengebirges im damaligen Preussisch - Schlesien.<br />
In den Jahren 2008 bis 2009 wurde der Weg, den diese sogenannten Zillerthaler Inklinanten unter uns heute fremden Bedingungen zurücklegten, von den Veranstalterinnen nachgegangen: etwa 680 Kilometer von Tirol über Bayern, Oberösterreich, Tschechien in das heutige Polen.<br />
Die Eindrücke von dieser langen Wanderung möchten Annegret Waldner und Sonja Stabentheiner nun gerne mit anderen teilen und freuen sich über Interessierte, die sie auf einer erneuten Reise begleiten.<br />
Betont wird ausdrücklich, dass es sich hier nicht um eine kommerzielle Reise handelt, die über ein Reisebüro gebucht werden kann, sondern dass Mitreisende gesucht werden, die ebenso wie die Veranstalterinnen diesen Menschen, denen Unrecht geschah und die doch unter schwierigsten Bedingungen eigene Perspektiven entwickeln konnten, näher kommen wollen.</p>
<blockquote><p><strong>I N F O &amp; A N M E L D U N G</strong></p>
<ul>
<li><strong>Der Reiseweg</strong>:  Innsbruck/Zillertal - Reichenhall - Salzburg - Rutzenmoos - Linz - Budweis - Iglau - Königgrätz - Zillerthal-Erdmannsdorf (Myslakowice) - Görlitz  - Innsbruck</li>
<li><strong>Kosten pro Person</strong>: Busfahrt, Reiseleitung, historisch - ethnologische Gesamtführung, 7 Übernachtungen in 3- und 4-Sterne Hotels mit Frühstück und Abendessen als 3-Gang Menu oder Buffet, Eintritte und Führungen:	 im DZ  € 797 - im EZ € 917</li>
<li><strong>Anmeldung</strong>: ab sofort unter <a href="mailto:gabriela.schroffenegger@chello.at">gabriela.schroffenegger@chello.at</a> oder 0660 52 10 674<br />
Der Erlagschein wird anschließend zeitgerecht zugeschickt.</li>
<li><strong>Reiseveranstalterin</strong>: Dr. Gabriela Schroffenegger in Zusammenarbeit mit <a href="http://www.thurner-imst.at" target="_blank">Andreas Thurner, Busreisen und Reisebüro</a></li>
</ul>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Niemand ist hier arm&#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 17:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion Kraml</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>

		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>

		<category><![CDATA[2010]]></category>

		<category><![CDATA[armut]]></category>

		<category><![CDATA[österreich]]></category>

		<category><![CDATA[medienanalyse]]></category>

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		<description><![CDATA[Armut ist weit weg. Armut ist selbstgewählt. Armut wird mich nie betreffen. Diese und ähnliche Aussagen sind nicht selten in den Köpfen unsereins zu finden. Ob es nun eine Bewältigungsstrategie, Selbstschutz oder bewusste Verblendung der Realität ist, sei dahingestellt. Klar und offensichtlich ist, dass die wenigsten ÖsterreicherInnen mit Armut umzugehen wissen. Und das, obwohl es ein Thema ist, das uns tagtäglich auf den Straßen begegnet, ob wir es nun sehen wollen oder nicht. Der Thematik annehmen trauen sich selbst die großen Tageszeitungen meist nur vor den Weihnachtstagen, wo an die SpenderInnen mit Bildern, Texten und Statistiken appelliert wird. Diesen Reportagen ist der folgende Medienbericht gewidmet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-1613" title="Foto by Kristian Rickert - Homeless man in Dusseldorf" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/12/armut.jpg" alt="Kristian Rickert - Homeless man in Dusseldorf" width="175" height="135" />Armut ist weit weg. Armut ist selbstgewählt. Armut wird mich nie betreffen.</em></p>
<p>Diese und ähnliche Aussagen sind nicht selten in den Köpfen unsereins zu finden. Ob es nun eine Bewältigungsstrategie, Selbstschutz oder bewusste Verblendung der Realität ist, sei dahingestellt. Klar und offensichtlich ist, dass die wenigsten ÖsterreicherInnen mit Armut umzugehen wissen. Und das, obwohl es ein Thema ist, das uns tagtäglich auf den Straßen begegnet, ob wir es nun sehen wollen oder nicht. Der Thematik annehmen trauen sich selbst die großen Tageszeitungen meist nur vor den Weihnachtstagen, wo an die SpenderInnen mit Bildern, Texten und Statistiken appelliert wird. Diesen Reportagen ist der folgende Medienbericht gewidmet.</p>
<p>Im Zeitraum von Oktober 2009 bis Jänner 2010 wurden insgesamt 27 Berichte in gängigen Tageszeitungen gefunden, welche sich in irgendeiner Weise mit dem Thema Armut beschäftigten. Mit den meisten Berichten belegt <em>Der Standard</em> den ersten Platz: gesamt konnten sieben Berichte ausfindig gemacht werden. Platz zwei geht an den <em>Kurier</em>; er lieferte fünf Reporte. Mit drei Reportagen in dem von mir beobachteten Zeitraum liegen ex aequo die <em>Wiener Zeitung</em>, die <em>Kronen Zeitung</em>, die <em>Presse</em> sowie die <em>Kleine Zeitung</em>. Dahinter, mit zwei Berichten, rangieren die <em>Oberösterreichischen Nachrichten</em>. Schlusslicht in der Berichterstattung über Armut bildet die Zeitung <em>Österreich</em> mit nur einem Bericht.</p>
<p>Die Analyse wurde nach spezifischen Gesichtspunkten durchgeführt, um eine fundierte Vergleichbarkeit zu garantieren. Die Analysepunkte beziehen sich auf verschiedene Aspekte in den Berichten, formale ebenso wie inhaltliche. Untersucht wurden:</p>
<ol>
<li>Die Größe des Beitrags: Wie viele Seiten hat der Bericht? Oder ist es nur eine kleine Spalte auf einer Seite?</li>
<li>Die visuelle Repräsentation: Gibt es Bilder zu der Reportage? Wenn ja, welche?</li>
<li>Wer wird darauf gezeigt? Gibt es zu angeführten Daten (belegte) Statistiken? etc.<br />
Eventuelle angegebene Quellen: Ist die Reportage ein Interview? Oder ein Erlebnisbericht einer Reporterin/ eines Reporters? Wird eine Veranstaltung vorgestellt? etc.</li>
<li>Darstellung und Inhalt: Wie werden die vorkommenden Menschen als „Arme&#8221; dargestellt? Eher passiv oder aktiv? Gibt es nur die Draufsicht oder werden die betreffenden Personen auch nach ihrer Sicht (Innensicht) befragt? etc.</li>
<li>Die sprachliche Darstellung: Welches Vokabular wird verwendet? Wer spricht über wen?</li>
</ol>
<p>Dieser Fragebogen bildet die Grundlage für die Analyse der Berichterstattungen. Die Auswahl der vorher genannten Analysekategorien ergibt sich aus der Fragestellung. Der Gesamteindruck, also Größe, formelle Gestaltung plus Inhalt und dessen Darstellung ist für die Analyse von Bedeutung. Die Verbindung von Wort und Bild kann ebenso aufschlussreich sein, wie die Größe des Beitrages, die wiederum die Aufmerksamkeit widerspiegelt, welche dem Thema gegeben werden soll.</p>
<p>Die gesammelten Zeitungsartikel werden datiert beginnend mit dem 31. Oktober 2009 bis zum 31. Dezember 2009. Dabei ist bereits zu erkennen, obwohl ich bis Ende Jänner die Zeitungen weiterverfolgt habe, dass ab dem Zeitpunkt, an dem Weihnachten aus den Geschäften und aus dem Gedächtnis der Menschen verschwunden war, auch das Thema Armut aus dem Zeitungen entschwand. Die Berichterstattung wurde nicht bloß weniger, sie endete vollkommen. Dies kann mitunter darauf zurückgeführt werden, dass in vorweihnachtlichen Spendenaktionen an das gute Herz der wohlgesinnten Spender und Spenderinnen appelliert wird, welche, im Sinne der christlichen Ideologie der Nächstenliebe, sich dem/der Nächsten annehmen und somit öfter und freiwilliger spenden, als in den restlichen Monaten des Jahres.</p>
<p>In einem Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren ergibt sich die Grundlage für die vielen Spendenaufrufe zu Weihnachten: Auf der Nordhalbkugel der Erde lebend fällt für uns die Weihnachtszeit in den Winter, der Kälte und Schnee mit sich bringt; beides sind Faktoren, welche es für Obdachlose nicht einfacher machen, im Freien zu (über-)leben. Das Weihnachtsfest als Fest der Familie beziehungsweise generell als Fest der Nächstenliebe bringt die richtige Botschaft, um, verbunden mit der schlechten Wetterlage, für Bedürftige die Spendentrommel zu rühren. Wohnungs- und Lebensmittelnot stellen die Betroffenen besonders in dieser Jahreszeit vor schwierige Herausforderungen. Hinzukommen gesundheitliche Mängel von kalten Böden oder schimmligen Unterkünften. Im Jahr 2009 wurde die Armutssituation durch den unerwarteten Faktor Wirtschaftskrise noch verschärft, der einen Schwall an „Neuen Armen&#8221; mit sich brachte. Somit entstand für viele eine unausweichliche Notsituation, welche durch die spendenfreudigen ZuseherInnen am Rande der menschlichen Katastrophe zu mehr oder weniger großen Beiträgen greifen ließ.</p>
<p>Dies zeigt sich auch in den Berichten und Artikeln ganz klar: Nicht nur, dass aufgefordert wird zu spenden; in vielen Abschnitten sind Dankesworte inkludiert, welche zwar nicht direkt von den Betroffenen stammen, aber von den Vertretern der Institutionen.[1]</p>
<p><strong>Medienanalyse - Darstellung</strong></p>
<p>Von der Gesamtanzahl an Beiträgen (27) widmen sich dem Thema rund 19 mit Hilfe der Draufsicht, nur circa 8 Artikel ließen auch Betroffene selbst zu Wort kommen und liefern somit eine Innenperspektive. Aus dieser Ausarbeitung kann herausgelesen werden, dass vorwiegend der unpersönliche Umgang mit Armut gepflegt und der direkte Kontakt immer noch gemieden wird. Ein weiteres Detail bestätigt diese Tendenz: In den Beiträgen scheinen einige Interviews und kurze Wortmeldungen von Caritas-Präsidenten auf.[2]</p>
<p>In diesem Zusammenhang ist es interessant zu fragen, warum diese Kurzbeiträge in die jeweiligen Artikel eingefädelt wurden: Galt es bloß zu unterstreichen, wie notwendig Hilfsmaßnahmen sind oder kann dieses Einbringen von Institutionsangehörigen als eine Möglichkeit gesehen werden, um die Idee, dass bestimmte Vereine und Institutionen sich um arme Personen kümmern, für sich zu verwenden um somit keinen weiteren eigenen, persönlichen Beitrag mehr erbringen zu müssen. Dieser Gedanke wurde im Laufe der Analyse des Öfteren aufgegriffen, wird aber im Rahmen dieser Arbeit nicht weiter ausgeführt, da er weitere Forschungen benötigen würde.</p>
<p>Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass in vierzehn Artikeln explizit Spendenaufrufe getätigt wurden. Dabei wird immer wieder auf die Notwendigkeit der Spenden im Winter beziehungsweise zu Weihnachten hingewiesen. Kontaktadressen und Kontoverbindungen scheinen meist am Ende eines Artikels auf, der sich zuvor implizit (beispielsweise mit Immobilien in Verbindung mit Delogierungen) oder explizit (zum Beispiel als Begleitung eines Obdachlosen durch seinen Tag) mit Armut befassen. Die jeweilige Institution, die im Zuge der Berichterstattung erwähnt wird, erscheint mit Kontaktdaten am Schluss des Spaltentextes. In zwei Artikel wird ein besonderes Augenmerk auf die Unterscheidung von großen und kleinen SpenderInnen gelegt: Firmen und PrivatspenderInnen lassen sich durch die Höhe ihrer gespendeten Beträge unterteilen, wobei meist die Großspender als Bezugspunkt gelten. Namentlich werden jedoch meist Firmen oder deren Vorstände erwähnt, sowie in einem Beitrag des Kurier, in dem auf zwei Großspender, namentlich die Generaldirektoren der Raiffeisen Zentralbank und der Versicherung UNIQA, hingewiesen wird; des Weiteren erwähnt wird der von ihnen übergebene Gesamtbetrag, der an die Caritas ging.[3] Besonders gelobt werden die vielen „kleinen SpenderInnen&#8221;, die trotz der Wirtschaftskrise ein oftmaliges Ausbleiben der Spenden von Firmen durch ihre anhaltende Spendenfreudigkeit aufwiegen.</p>
<p>In vier Berichten wiederum erscheinen Spenden nicht im Zuge einer Aufforderung beziehungsweise Bitte, sondern sie sind Fokus der Berichterstattung. So schreibt ein Artikel über die Spendensituation in Oberösterreich, ein anderer erfasst die gesamtösterreichische Situation. Im Zusammenhang mit Spenden werden besonders Projekte, welche von regionalen oder überregionalen Initiativen gestartet wurden, aufgegriffen und dargestellt.</p>
<p>Im Rahmen der Spendenthematik kann zwischen finanziellen Aufwendungen und dem Spenden von Zeit im weitesten Sinne differenziert werden: so erscheinen Politiker und Spitzenköche in der Gruft, um in der Weihnachtszeit mitzuhelfen. Freiwillige erledigen unterdessen viel Arbeit in der Gruft im laufenden Jahr. Ebenso gilt es, im SOS-Kinderdorf Mütter und Väter zu finden, die Kinder übernehmen, welche ein schweres Schicksal erlitten haben und in einer neuen Familie einen Neustart beginnen sollen. Folglich kann jede/r seinen/ihren kleinen oder großen Beitrag leisten, sei es finanzieller Natur oder durch die Mithilfe bei bekannten Vereinen. Lebensmittel werden in zwei Beiträgen erwähnt. In einem gilt das Wegwerfen von eigentlich noch bekömmlichem Brot als Aufhänger, im zweiten Artikel scheint der Lebensmittelladen SOMA auf, der gerade an Weihnachten beziehungsweise generell vor Feiertagen stärker frequentiert wird, da für die Familie noch Lebensmittel und Kleinigkeiten für die Feiertage preisgünstig besorgt werden können. Besonders Geschenke um 1 Euro für Kinder erfreuen sich zu Weihnachten größter Beliebtheit. Bedeutend dabei erscheint die Tatsache, dass Weihnachtswünsche, welche einander an der Kasse gegeben werden, ehrlicher gemeint sind als in so manchen anderen, bekannten Lebensmittelläden.</p>
<p>Zwei Artikel haben den <em>Louise-Bus</em> der Caritas als Thema. Dieser ist eine mobile Krankenpflege, welche von freiwilligen Ärzten betreut und von der Caritas gesponsert ist. Er klappert bestimmte Stationen in Wien ab und lässt so den Obdachlosen die nötige medizinische Versorgung zu kommen. Wie schon erwähnt, beeinträchtigen schlechte Unterkunft- und Schlafmöglichkeiten erheblich die Gesundheit der Betroffenen, sodass Infektionen leichtes Spiel haben. Besonders Kinder und ältere Menschen leiden unter einem schlechten Immunsystem. Fieber oder offene Wunden werden ebenso behandelt wie leichte Schnittwunden oder Aufschürfungen. Bei schwerwiegenden Fällen überweist man diese an gelistete, aber geheime Fachärzte, welche die weitere Behandlung gratis übernehmen. Dieser Bericht ist einer der wenigen, der auch die Betroffenen zu Wort kommen lässt. Durch diese emotionale Unmittelbarkeit zeichnet sich ein erschütternd ehrliches Bild der jeweiligen Lebenssituation ab, welche die Leserin/den Leser emotional berührt. Genau dieser Effekt lässt einen die eigene Lebenssituation noch einmal überdenken und führt oftmals dazu, zum Spendentelefon oder Spendenscheck zu greifen und für die angeführte Institution zu spenden.</p>
<p>Diese Unmittelbarkeit setzt sich fort in den Artikeln, die sich dezidiert mit Obdachlosen beschäftigen. Die gezielte Auflistung weniger, aber detailliert geschildeter und realer, weil von Betroffenen erzählter, Verhältnisse, in denen Menschen ohne fixe Unterkunft im Winter leben müssen, erzielt wiederum eine emotionale Rührung bei der Leserschaft. Das tägliche Ringen um Schlafplätze und Mahlzeiten schafft eine Basis, die für jede/n verständlich und nachvollziehbar ist und somit als Vergleichsbasis herangezogen werden kann. Und genau auf dieser Ebene werden alsdann die darauf folgenden Spendenaufrufe deponiert, um eine größtmögliche Zahl an bewegten Mitmenschen zu erreichen.</p>
<p>Dass Spenden auch verschwinden können oder bestimmte Entlastungsmöglichkeiten, wie die Obergrenze bei Rezeptgebühren, die besonders chronisch kranken Menschen eine finanzielle Erleichterung bieten sollte, missbraucht werden können, wird in weiteren zwei Beiträgen aufgegriffen. Der Sozialmissbrauch, der beispielsweise bei den Rezeptgebühren stattfindet, ist beispielgebend für ähnliche Vorgehensweisen in anderen Teilen des Sozialsystems. Die Gunst der Stunde wird insofern genutzt, als dass Medikamente im großen Stil, für Familie und Bekannte, eingekauft werden. Ebenso schwierig sind dubiose Spendenaktionen von wenig bekannten oder gänzlich unbekannten Gruppen beziehungsweise Personen. Immer wieder werden Beispiele bekannt, in denen gutgläubige SpenderInnen um ihr Geld gebracht wurden, weil ihre gutgemeinte Gabe an die falschen Leute geraten war. Dies kann besonders bei großen Aktionen schwer überblickt oder verhindert werden, weshalb vermehrt darauf hingewiesen wurde, doch bei bekannten Aktionen oder Institutionen (Sternsingeraktion, Caritas Österreich, etc.) direkt zu spenden, um diese und ähnliche Betrügereien in Grenzen zu halten.</p>
<p>Auffallend war, dass das Jahr 2010, welches seitens der Europäischen Union als „Jahr gegen die Armut&#8221; deklariert wurde, nur in zwei Beiträgen aufschien. Auch die Armutskonferenz im Februar 2010 tauchte nur in einem Bericht auf. Dies ist insofern verwunderlich, als dass beide Großprojekte den Blick der Allgemeinheit für Armut und für von Armut Betroffene schulen wollen. Ein Prozess der Bewusstmachung für die vielen Facetten von Armut wird angestrebt; damit soll dem Thema die Tabuisierung genommen und eine breitere Aufmerksamkeit eröffnet werden.</p>
<p>Nennenswert erscheinen verschiedene Wortmeldungen, die immer wieder in den Beiträgen aufblitzen. Die am häufigsten zitierte Person ist Michael Landau, Präsident der Caritas Wien. Er gibt entweder nur gelegentliche Kommentare zum Beitrag ab oder es wird ein Interview mit ihm abgedruckt; des Weiteren ist er auch auf einigen zugehörigen Fotos abgebildet. Ebenso ist Caritas Österreich Präsident Franz Küberl in einigen Reportagen vertreten. Und genau diese beiden Herrschaften weisen bisweilen auf ein weiteres interessantes Detail hin: Die Caritas, als eine kirchliche Institution, kommt in den Berichten klar als erste österreichische Anlaufstelle für Spenden hervor. Nicht nur, dass sie in fast jedem Bericht durch oben genannte Persönlichkeiten präsent ist; auch Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche selbst kommen zu Wort: so etwa in einem Interview mit <em>VinziDorf</em>-Gründer Pfarrer Wolfgang Pucher. Ein weiteres Auftreten der römisch-katholischen Kirche, wenn auch indirekt, kann in einem Bericht über weggeworfene Lebensmittel gesehen werden. In diesem ist ein Zitat aus der Bibel besonders auffallend.[4]</p>
<p>Die Gruft als bekannteste Aufnahme- und Verköstigungsstelle Wiens blitzt in ebenso vielen Berichten auf, wie der Caritas Präsident Wiens. Sie wird jedoch immer aus der Außenperspektive, also in der Draufsicht dargestellt. Die Betroffenen kommen nicht zu Wort, wenige Bilder erlauben einen flüchtigen Einblick in das tagtägliche Geschehen.</p>
<p><strong>Medienanalyse - Auswertung</strong></p>
<p>Die oben angeführten und ausgearbeiteten Reportagen zum Thema Armut erschienen in den verschiedensten Größen und Gestaltungen. Die oben vorgestellten großen Analysebereiche können wie folgt zusammen gefasst werden:</p>
<p>Größenmäßig gibt es die unterschiedlichsten Ausführungen: Eine kleine fünfzeilige Spalte ist im Sortiment ebenso vertreten, wie achtseitige Sonderbeilagen, wobei auffallend ist, dass besonders große Beiträge, also eine Seite und mehr, oft vorkamen. Die visuelle Repräsentation der Thematik wird durch diverse Bilder oder Zeichnungen gesichert. Die Motive der Bilder reichen von großzügigen Spendern über Präsidenten von einschlägigen Hilfswerken bis hin zu Betroffenen. Besonders Kinderzeichnungen lenken das Auge des Betrachters/der Betrachterin auf die Berichterstattung. Die Art und Weise, wie der jeweilige Inhalt aufbereitet wurde, divergiert stark. Viele Interviews mit engagierten HelferInnen wechseln sich ab mit wenigen Interviews mit Betroffenen. Einfache Pressetexte und Reportagen sind ebenso vertreten wie einige wenige Berichte, in denen Statistiken angeführt sind. Als Quelle der Berichterstattung dienen vielfach einfache Beobachtungen oder Interviews seitens der ReporterInnen. Der Aspekt der Sprache erweist sich als ziemlich klar in der Verwendung: Sprachliche „Ausrutscher&#8221; waren nicht vorhanden. Die Berichterstattung ist klar und verständlich, sowohl in der Strukturierung als auch in der Wortwahl. Die Draufsicht überwiegt, nur selten können LeserInnen Begebenheiten aus der Innensicht nachvollziehen.</p>
<p>Inhaltlich wurde im vorangegangenen Teil schon ein Großteil erwähnt, weshalb in den folgenden Absätzen ein Resümee der Inhalte angestrebt wird:</p>
<p>Armut als ein allgegenwärtiges, aber gerne verdrängtes Thema wurde in den 27 analysierten Berichten in sensibler und doch offener und ansprechender Weise dargestellt. Hervorzuheben sind dabei einige Grundzüge, die von mir als positiv eingestuft wurden. Zuerst ist anzuführen, dass die Thematik aus den verschiedensten Blickwinkeln aufgefasst wird: Projekte und laufende Aktionen finden ebenso Platz wie kritische Darstellungen über Sozialmissbrauch; Zahlen und Daten in Statistiken werden angeführt, sowie auch allgemeine Themen wie Lebensmittel, Gesundheit und Unterkunft beschrieben werden. Ausnehmend ansprechend erschien der Aspekt, dass vor allem auch psychische und soziale Probleme aufgezeigt wurden.</p>
<p>Als erste Besonderheit muss der soziale Aspekt angeführt werden. In den Teilen, in denen Leidtragende zu Wort kommen, überwiegen zwei emotionale Momente: einerseits eine Art Schamgefühl für die Situation, in der sie leben, andererseits tiefe Dankbarkeit gegenüber Menschen oder Institutionen, die ihnen helfen. Der soziale Kontakt erweist sich sowohl als rettender Anker, als auch als schwierig zu meisternder Part. Freunde und Bekannte, welche für einen in Not geratenen Menschen sammeln und spenden, sind oftmals ein kleines Wunder für Betroffene; doch in der Situation fällt es oftmals schwierig, dass man von so nahestehenden Menschen „umsorgt&#8221; werden muss. Armut als immer noch tabuisiertes Thema in der Gesellschaft lässt gutgemeinte Hilfe manchmal unter dem Deckmantel einer Bevormundung oder eines Machtspieles erscheinen, weshalb es vielen schwer fällt, von unmittelbaren Verwandten oder Bekannten Hilfe anzunehmen.</p>
<p>Einsamkeit und Abgrenzung sind zwei Faktoren, die meist unweigerlich mit Armut einhergehen; bedeutend dabei ist, ob diese bewusst gewählt werden oder als Folge der Lage in Erscheinung treten. Depression, Angst und Hoffnungslosigkeit sind weitere Hürden, die nicht selten auf dem sowieso schon sehr steinigen Weg auftauchen. Der Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben aus Schamgefühl ist nur eine Möglichkeit, mit dem unfreiwilligen Umstand umzugehen. Damit ergibt sich der nächste Punkt: Armut ist niemals ein selbstgewählter Zustand. Als weit verbreitetes Urteil gegenüber armen Menschen existiert diese Annahme, dass viele doch quasi freiwillig in dieser Lebenslage verharren. Genau damit wurde auch in den Texten aufgeräumt. Besonders Michael Landau erwähnt es mehrmals, dass diese Situationen niemals selbst gewählt sind, sondern als Resultat von widrigen Umständen wie Scheidung, Krankheit oder Betrug aufkommen. Im selben Atemzug folgt meist der Hinweis darauf, dass genau diese Situationen bei jedem und jeder plötzlich eintreten kann. Niemand ist gefeit vor einem plötzlichen persönlichen oder unternehmerischen Scheitern. Die Botschaft: „Es kann JEDEN treffen&#8221; kann mehrmals in den Berichterstattungen gelesen werden. Die Betonung wird auf diese Aussage gesetzt, wodurch sich jeder Leser und jede Leserin angesprochen fühlt; somit kann ein direkter Bezug und eine absolute Unmittelbarkeit geschaffen werden, die der gesamten Thematik noch einmal Nachdruck verleiht.</p>
<p>Besonders in Zeiten einer Wirtschaftskrise zeigt sich, dass Armut ein steigendes Problem ist. Immer mehr Menschen sind von Kündigungen oder wirtschaftlichen Einbrüchen betroffen und schlittern so mitunter in eine unfreiwillige Armutssituation. Die Dynamik solcher Prozesse muss der gesamten Gesellschaft wieder bewusst gemacht und ins Gedächtnis gerufen werden.</p>
<p>Aus diesen Elementen ist klar herauszulesen, dass die Thematik Armut aus den verschiedensten Perspektiven betrachtet und mit unterschiedlichen Aspekten verknüpft wird. Ein Schwerpunkt liegt klar auf römisch-katholischen Institutionen, welche in diesem Bereich außerordentlich aktiv sind. Leider gab es in den Artikeln wenige Hinweise auf weitere Hilfsorganisationen wie Volkshilfe, Hilfswerk, Rotes Kreuz, Streetworker, Immo Humana, Wohnplattformen, regionale Projekte, etc. Als Gesamtbild ergibt sich eine sehr sensible Darstellung, wobei eine Innenperspektive als Möglichkeit der Darlegung selten verwendet wurde und eher eine Betrachtung von Außenstehenden vorgezogen wurde, wodurch jedoch wichtige Aspekte verloren gehen.</p>
<p style="text-align: center;"><em>Armut ist somit nicht weit weg; sie ist niemals selbst gewählt und kann jede/n treffen.</em></p>
<p>Ein breites Spektrum an Berichterstattungen zum Thema Armut wurde hier aufgezeigt. Viele Aspekte konnten berührt und einige Elemente besonders herausgestrichen werden. Diese Bandbreite erlaubt jedem/jeder von uns, sich einen Teil herauszunehmen und sich damit zu identifizieren. Konnte eine emotionale Betroffenheit, ein AHA-Erlebnis oder ein einfaches Kopfschütteln bei so manchem Leser/so mancher Leserin hervorgerufen werden, so habe ich mein Ziel erreicht.</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich euch ein besinnliches Weihnachtsfest!</p>
<p><strong>Anmerkungen</strong></p>
<ul>
<li>[1] Als Beispiel: „Unseren Lesern sei Dank!&#8221; (Nr.4, Kleine Zeitung, 25. 12.2009, S 6) sowie: „Im Namen der Redaktion, unserer Partnerorganisationen, vor allem aber im Namen der Nutznießer dieser Hilfe danke ich Ihnen für Ihre enorme Freigiebigkeit.&#8221; (Nr.4, Kleine Zeitung, 25. 12.2009, S 9)</li>
<li>[2] Präsidenten (Plural) deshalb, weil sowohl Michael Landau, seines Zeichens derzeitiger Präsident der Caritas Wien, als auch Franz Küberl, Caritas-Präsident Österreichs, mit ihren Wortmeldungen ihre Sichtweise über die Themen Armut und Spenden darlegen.</li>
<li>[3] Vgl. Nr. 11, Kurier, 20.11.2009.</li>
<li>[4] Vgl. mehrmaliges Anführen des Zitats: „[...] unser tägliches Brot&#8221; (Nr.2, Kronen Zeitung, 23.12.2009).</li>
</ul>
<p>In folgenden Zeitungen wurden in der Vorweihnachts-/Weihnachtszeit insgesamt 27 Beiträge in den österreichischen Medien zum Thema Armut veröffentlicht. (Die Nummern in den Klammern geben lediglich die Reihenfolge im Zuge der Analyse wieder.)</p>
<ul>
<li>Kronen Zeitung – 15.11.2009 – S.44/45 (Nr. 1)</li>
<li>Kronen Zeitung – 23.12.2009 – S. 20 (Nr. 2)</li>
<li>Kronen Zeitung – 5.12.2009 – S. 35-37 (Nr. 7a)</li>
<li>Kronen Zeitung – 5.12.2009 – S. 35-37 (Nr. 7b)</li>
<li>Kleine Zeitung – 31.10.2009 – S. 16/17 (Nr. 3)</li>
<li>Kleine Zeitung – 25. 12.2009 – S. 6-9 (Nr. 4)</li>
<li>Kleine Zeitung – 21.12.2009 – S. 2-3 (Nr. 5)</li>
<li>Kurier – Sonntag 15.11.2009 – S 19 (Nr. 6)</li>
<li>Kurier – 5. 12. 2009 – 20 (Nr. 8)</li>
<li>Kurier – 20.12. 2009 – Sonderbeilage – in Kooperation mit immo-Humana und SOS-Kinderdorf (Nr. 9)</li>
<li>Kurier – 29.11.2009 – Sonderbeilage – in Kooperation mit Caritas (Nr. 10)</li>
<li>Kurier – 20.11.2009 – S. 10 (Nr. 11)</li>
<li>Österreich – 22.12.2009 – s. 10 (Nr. 12)</li>
<li>Der Standard – 31. Oktober 2009 – S. 10 (Nr. 13)</li>
<li>Der Standard (derStandard.at &gt; Politik) – 16. 12.2009 (Nr. 14)</li>
<li>Der Standard – 31.12.2009 – s. 6 (Nr. 15)</li>
<li>Der Standard – 31.12. 2009 – S. 3 (Nr. 16)</li>
<li>Der Standard – 28./29.11.2009 – S. n.b. (Nr. 17)</li>
<li>Der Standard – 24.-27.12.2009 – S. 13 (Nr. 18)</li>
<li>Der Standard – 24. 12.2009 – S. A 3 (Album) (Nr. 19)</li>
<li>OÖN – 25.11.2009 – S. 24 (Nr. 20)</li>
<li>OÖN – 24.12.2009 – S. n.a. (Nr. 21)</li>
<li>Wiener Zeitung – 23.12.2009 – S. n.a. (Nr. 22)</li>
<li>Wiener Zeitung – 5./6.12.2009 – S. 14 (Nr. 23)</li>
<li>Wiener Zeitung – 24.12.2009 – S. 11 (Nr. 24)</li>
<li>Presse – 30.11. 2009 – S. 26 (Nr. 25)</li>
<li>Presse – 24.12. 2009 – S. 14 (NR. 26)</li>
<li>Presse – 28.11. 2009 – Sonderbeilage „Aufbrüche“ (vier Seiten) (Nr. 27)</li>
</ul>
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		<title>5. Philosophy Slam in Augsburg</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 14:32:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hanselitsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Events]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich sollten es ja 6 Beiträge beim 5. Philosophy Slam in Augsburg am 28.11.2010 sein. Frau Dr. Birte Platow, die bis jetzt in der Jury saß, wollte (hochschwanger) einen Beitrag zum Beginn des Lebens halten. Nun, die Geburt verhinderte das. So blieben 5 Slammer, die sich um 19.00 im staatlichen Textil- und Industriemuseum in Augsburg (TIM) mit ihren Vorträgen dem Urteil von Publikum und Jury stellten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1587" title="Foto: Michael Hochgemuth" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/12/slam5.jpg" alt="slam5" width="175" height="135" />Eigentlich sollten es ja 6 Beiträge beim 5. Philosophy Slam in Augsburg am 28.11.2010 sein. Frau Dr. Birte Platow, die bis jetzt in der Jury saß, wollte (hochschwanger) einen Beitrag zum Beginn des Lebens halten. Nun, die Geburt verhinderte das.  So blieben 5 Slammer, die sich um 19.00 im staatlichen Textil- und Industriemuseum in Augsburg (TIM) mit ihren Vorträgen dem Urteil von Publikum und Jury stellten. Die Jury bestand aus Dr. Gerhard Hofweber, dem Initiator des Slams, Dr. Karl Borromäus Murr, dem Direktor des TIM sowie dem Philosophen und Theologen Prof. Manfred Negele.</p>
<p>Auch den Ablauf betreffend gab es einige Neuerungen: Die Jury nahm sich mehr Zeit, um nach den Vorträgen mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen - Fragen zu den Vorträgen sollten möglichst gut erläutert werden. Außerdem trat Dr. Hofweber selbst auf. Beim Jury-Preis wurde sein Beitrag aber nicht gewertet und ich musste während des Vortags seinen Platz in der Jury einnehmen.</p>
<p>Den Beginn machte die Künstlerin Antonia Ressel mit einer äußerst interessanten Performance. Sie trug einige Sätze zum Thema „Harmonie&#8221; auf der Grundlage von östlichen Weisheiten vor und beschloss ihren Vortrag, indem sie auf der chinesischen Zither (Guchin) spielte. Die Jury war skeptisch und angetan zugleich. Als 2. Teilnehmer trat Johannes Pfister auf. Er ist Unternehmensberater und sieht es als seine Aufgabe, einen Beitrag zu einer gerechteren Wirtschaft zu leisten. Die Jury konnte seinem Tun zwar viel abgewinnen, bemängelte aber auch den fehlenden philosophischen Anstrich seiner Ausführungen. Als nächster durfte sich meine Wenigkeit erneuet im philosophischen „Slammen&#8221; versuchen: „Idiotes und Otaku: von den Daheimgeblieben&#8221;[1]. Die Jury konnte sich nicht so recht damit abfinden, dass ein medienphilosophischer Vortrag auch Positives in Form von Chancen und Möglichkeiten hinsichtlich der Technik aufzeigen kann. Ich selber war insgesamt recht zufrieden - Rapper bin ich aber nun wirklich keiner,  liebe Augsburger Nachrichten[2]! Und vom Tänzeln kann schon gar keine Rede sein&#8230;</p>
<p>Nach der Pause war Dr. Hofweber selbst am Zug. Mit seinem Vortrag über das Gute bei Platon warf er zwar mehr Fragen auf, als er beantworten konnte, aber das ist ja bekanntlich der Sinn eines jeden ernsthaften Denkens. Abschließend trat, inzwischen zum 2. Mal, Bernhard Sailer auf. Der Landwirt aus Niederbayern punktete mit seiner Mischung aus bayrischem Kabarett und ernsthaften Gedanken zu Sorge, Seelsorge und Beten vor allem beim Publikum.</p>
<p>Nun war es Zeit, die Preise zu verteilen. Die Jury entschied sich recht klar für mich und ich konnte somit einen weiteren Pokal in Form eines Schierlingsbechers nach Tirol mitnehmen. Das Publikum entschied sich für Bernhard Sailer. Fazit zur Veranstaltung: wieder ein sehr gelungener Slam mit einigen interessanten Neuerungen. Persönliches Fazit: ich bin dem Charme eines Landwirtes aus Niederbayern unterlegen - es ist wohl an der Zeit, sich Sorgen zu machen :)</p>
<p>Der nächste Slam findet übrigens am 9. Februar im Rahmen der Augsburger Bertolt-Brecht-Tage wiederum im Tim statt. Ich kann nur jedem einen Besuch empfehlen, egal ob als Zuschauer oder als Teilnehmer.</p>
<blockquote><p><strong>L</strong><strong> I N K S</strong></p>
<ul>
<li>[1] Siehe hierzu: <a href="http://www.rationalpark.com/wp/2010/07/geben-nehmen-tauschen/" target="_self">Geben, Nehmen, Tauschen</a>.</li>
<li>[2] <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-Idioten-und-Insolvenzverwalter-_arid,2307484_regid,2_puid,2_pageid,4490.html" target="_blank">Artikel vom 30.11.2010, &#8220;Idioten und Insolvenzverwalter&#8221; in: Augsburger Allgemeine<br />
</a></li>
</ul>
</blockquote>
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		<title>Call for Papers - Dossier 2011 - &#8220;Zeit und Zeiten&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 19:51:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Featured]]></category>

		<category><![CDATA[2011]]></category>

		<category><![CDATA[call for papers]]></category>

		<category><![CDATA[dossier]]></category>

		<category><![CDATA[Tag hinzufügen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Call for Papers für das Dossier 2011 mit dem Thema "Zeit und Zeiten" ist zu Ende.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1055" title="call_for_papers" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2009/12/call_for_papers.jpg" alt="call_for_papers" width="175" height="135" />Der Call for Papers für das Dossier 2011 mit dem Thema &#8220;Zeit und Zeiten&#8221; ist zu Ende. Wir danken allen, die Ihre Manuskripte eingesandt haben. Interessierte für das nächste Dossier können sich jederzeit mit uns in <a href="http://www.rationalpark.com/wp/kontakt/" target="_self">Verbindung</a> setzen.</p>
<p>Wir möchten darauf hinweisen, dass sich sämtliche AutorInnen an unsere Richtlinien für Publikationen zu halten haben. Unsere <a href="http://www.rationalpark.com/wp/hinweise-fuer-autorInnen/">Hinweise für AutorInnen</a> befinden sich <a href="http://www.rationalpark.com/wp/hinweise-fuer-autorInnen/">hier</a>.</p>
<blockquote><p><strong>WICHTIGER HINWEIS</strong>: Texte, die nach Ablauf der gesetzten Frist bei uns einlangen oder die nicht den Vorgaben zur Einreichung von Manuskripten entsprechen, werden generell nicht zur Veröffentlichung herangezogen.</p></blockquote>
<p>Folgende Beiträge wurden bislang eingereicht:</p>
<ul>
<li>Gianluca Crepaldi: <em>Zeit der Unzärtlichkeit - Ideologiekritische Thesen zur gegenwärtigen Gender-Debatte</em>.</li>
<li>Sebastian Fink: <em>Die Spindel der Zeit im Alten Orient</em>.</li>
<li>Thomas Gimesi: <em>Histomat 2.0 - Louis Althussers Konzept einer marxistischen Geschichtsphilosophie</em>.</li>
<li>Marion Kraml: <em>Das Katalanische in der Lingua Franca</em>.</li>
<li>Ulrich R. Lobis: <em>Der Zeitbegriff im Spätmittelalter und in der Renaissance.</em></li>
<li>Armin Monsorno: <em>Zeitphilosophische Überlegungen zum Verhältnis von Kant und Poststrukturlismus.</em></li>
<li><em></em>Fritz Pöhl: <em>Die Zeitauffassung      nordamerikanisch-indianischen Denkens</em>.</li>
<li>Thomas Pröll: <em>Bewegungszwänge im Zeitalter der Moderne</em>.</li>
<li>Annegret Waldner: <em>Zeit und Radio</em>.</li>
<li>Simone Wiedenhöft: <em>Nachhaltige Zeiten - Zur Bedeutung des Konzeptes Nachhaltigkeit in einer sich schnell wandelnden Zeit.</em></li>
<li>Simone Wörer: <em>Zeiten-Wenden - Fortschritt und Krise aus Sicht der Kritischen      Patriarchatstheorie</em>.</li>
</ul>
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