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	<description>Verein für Philosophie und Kulturwissenschaften</description>
	<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 17:20:31 +0000</pubDate>
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		<title>Geben, Nehmen, Tauschen</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 12:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass GEBEN, NEHMEN und damit TAUSCHEN den Menschen niemals nur auf einer rein wirtschaftlichen Ebene betrifft, sondern ganz unterschiedliche Dimensionen des gesellschaftlichen Zusammenseins angeht, zeigt der 4. Band der rationalpark-Reihe »plateaus«.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1439" title="geben_nehmen_tauschen" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/07/geben_nehmen_tauschen.jpg" alt="geben_nehmen_tauschen" width="200" height="280" />GEBEN, NEHMEN, TAUSCHEN</strong><br />
Th. Gimesi, W. Hanselitsch (Hg.)<br />
rationalpark series | <em>plateaus</em>, No.4<br />
LIT Verlag, 2010<br />
Broschiert, 256 Seiten, ISBN 978-3-643-50072-4 | EUR 24,90 (unverbindl.  Preisempfehlung)</p>
<p>&#8220;Dass GEBEN, NEHMEN und damit TAUSCHEN den Menschen niemals nur auf einer rein wirtschaftlichen Ebene betrifft, sondern ganz unterschiedliche Dimensionen des gesellschaftlichen Zusammenseins angeht, zeigt der 4. Band der rationalpark-Reihe »plateaus«. 15 AutorInnen verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen haben sich diesmal daran beteiligt und befördern Interessantes und Lesenswertes zu Tage, das vielleicht dazu verhilft, dass der Tausch auch außerhalb der Ökonomie mehr Beachtung findet, weil sich dieser eben nicht nur im Wechsel zwischen Geld und Ware sowie in jenem von Weihnachtsgeschenken (Stichwort: „gift economy“) erschöpft. Dass jedoch der Blick auf wirtschaftliche Tauschverhältnisse und ökonomische Abhängigkeiten nicht ausbleiben kann und darf, gebietet jegliche kritische Auseinandersetzung mit einer derart grundlegenden Thematik menschlicher Erfahrung.&#8221;</p>
<p>Folgende Texte sind enthalten:</p>
<ul>
<li>Gianluca Crepaldi: <em>Gabe und Schuld im außermoralischen, nichtökonomischen Sinne - Metaontologische Überlegungen vor, mit und nach Heidegger</em>.</li>
<li>Sebastian Fink: <em>Der unmögliche Tausch? Handeln mit Göttern im Alten Orient</em>.</li>
<li>Thomas Gimesi: <em>Die unteren 10.000 - Christliches Weltbild, Neoliberalismus und das Stigma der      Armut in Österreich.</em></li>
<li>Werner Hanselitsch: <em>Über das Spielen - Verführung und Bildkomputation</em>.</li>
<li>Stefan Hebenstreit: <em>Hitlerweck und Kaisersemmel - Wahlkampfgeschenke und politisch-propagandistische<br />
Devotionalien aus dem Backofen</em>.</li>
<li>Marion Kraml: <em>Viele Vertriebene und eine Gebliebene - RomanistInnen im Nationalsozialismus unter besonderer<br />
Berücksichtigung der Geschichte Elise Richters</em>.</li>
<li>Andreas Kriwak: <em>Der Andere als Gabe - Über die Notwendigkeit des Politischen</em>.</li>
<li>Thomas Müller: <em>Der europäische Verfassungsverbund - Geben, Nehmen und Tauschen im europäischen<br />
Mehrebenenverfassungssystem</em>.</li>
<li>Armin Monsorno: <em>Das Ungedachte - Die Gabe des Kinos</em>.</li>
<li>Remigius Orjiukwu: <em>Teilen - Höhepunkt menschlicher existentieller Selbstentfaltung</em>.</li>
<li>Bernhard Pöckl: <em>Gib mir deinen Kopf, ich geb&#8217; dir meinen - Eine literaturwissenschaftliche Groteske</em>.</li>
<li>Annegret Waldner: <em>Gang und gäbe</em>.</li>
<li>Christian Warta: <em>Traditionen des Nehmens - &#8220;Frontier-Geschäfte&#8221; in Westpapua</em>.</li>
<li>Andreas Wiesinger: <em>Kommunikativer Austausch in Webchats - Dialogische Notate zum kommunikativen Austausch in<br />
Webchats</em>.</li>
<li>Simone Wörer: <em>Teil-Gabe und Teil-Nahme - Patriarchatskritische Überlegungen zur<br />
zivilisationspolitischen Dimension der Gabe</em>.</li>
</ul>
<blockquote><p><strong>K A U F E N</strong><br />
Erhältlich im gut sortierten Buchhandel, bereits gesehen bei diesen <a href="http://www.rationalpark.com/wp/kaufen-warum-nicht/" target="_self">Anbietern</a>.</p></blockquote>
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		<item>
		<title>4. Philosophy-Slam in Augsburg</title>
		<link>http://www.rationalpark.com/wp/2010/05/4-philosophy-slam-in-augsburg/</link>
		<comments>http://www.rationalpark.com/wp/2010/05/4-philosophy-slam-in-augsburg/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 May 2010 07:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gianluca Crepaldi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Events]]></category>

		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[augsburg]]></category>

		<category><![CDATA[philosophie]]></category>

		<category><![CDATA[philosophy-slam]]></category>

		<category><![CDATA[vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 9.5.2010 fand in Augsburg der 4. Philosophy Slam statt. Gianluca Crepaldi und Werner Hanselitsch waren auszogen, den Sieg für den rationalpark (und natürlich auch für sich selbst) nach Hause zu bringen. Ob dies gelungen ist und was die beiden dort erlebt haben, können Sie hier nachlesen. Nur soviel vorweg: Der erste Preis steht nun in Tirol auf einem Regal...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1378" title="slam_2010" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/05/slam_2010.jpg" alt="slam_2010" width="175" height="135" />Augsburg, 9.5.2010, 17:30. Als wir beim neuen Textilmuseum in Augsburg eintreffen, sind die Vorbereitungen für den nun schon zum vierten Mal ausgetragenen <em>Philosophy Slam</em> in vollem Gange. Herzlich werden wir von den Veranstaltern und Organisatoren Gerhard Hofweber, Izabela Zerebjatjew und Severin Lux in Empfang genommen und mit letzten Instruktionen für den Ablauf der Veranstaltung versorgt.</p>
<p>Wir staunen über die ansprechende Architektur der hohen Haupthalle mit moderner Glasfront, in deren Mitte wir in Kürze auf der Bühne stehen werden, um mit unseren Vorträgen für Begeisterung zu werben. Zuerst wird aber vornehm gespeist, und zwar beim Thailänder, der sich gleich im Eingangsbereich des Museums befindet. Anschließend gehen Werner Hanselitsch und ich unsere Beiträge ein letztes Mal durch; übermäßig nervös sind wir aber nicht, was wohl auch dem positiven Rückhalt durch unsere Begleiterinnen Victoria Vill und Simone Wörer geschuldet sein dürfte.</p>
<div class="captionleft"><img src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/05/slam_2010_jury.jpg" alt="Die Jury ist in bester Laune." title="Die Jury ist in bester Laune." width="280" height="200" />
<p>Die Jury ist in bester Laune.</p>
</div>
<p>Gegen 19:15 spielt sich das Jazz-Trio langsam warm und die Veranstaltung beginnt. Initiator Gerhard Hofweber begrüßt die Gäste, dankt den Sponsoren und betont das &#8220;Ringen um Wahrheit&#8221; ohne den Blick auf einen unmittelbaren Nutzen als zentrales Anliegen der Philosophie, die im Rahmen des Slams anschaulich werden soll, und zwar weil man engagierten Personen beim Denken zusehen könne. Moderatorin Izabela Zerebjatjew stellt dann die Fachjury vor, in der neben dem Philosophen Hofweber, die Theologin Birte Platow und der Philosophieprofessor und Weinhändler Helmut Pape Platz nehmen. Die Regeln werden noch einmal erklärt: Jeder Teilnehmer hat 10 Minuten für seinen Vortrag. Nach Ablaufen dieser Zeit ertönt ein akustisches Signal der Band. Damit werden 2 weitere Minuten Gnadenfrist eingeleitet; wenn auch die verstrichen sind, wird der Vortragende endgültig von der Musik übertönt.</p>
<p>Der erste &#8220;Slammer&#8221;, Museumsdirektor Karl Murr, punktet beim Publikum - trotz sichtlicher Nervosität - mit bayrischem Humor verpackt in einem philosophischen Mini-Kabarett-Programm á la &#8220;Quatsch-Comdey-Club&#8221;, in welchem er sich den alltäglichen Paradoxien des Phänomens &#8220;Zeit&#8221; widmet. Als zweiter betritt Werner Hanselitsch die Bühne und meistert souverän seinen Vortrag. Aus seinem kürzlich erschienen Buch &#8220;Seele, Tod und Jenseits&#8221; wird ein &#8220;Best Of&#8221; dargeboten: Die Problematik einer Todesdefinition,  kulturhistorisch unterschiedliche Umgangsformen mit dem Tod zwischen biologischer Reduktion und sozialer Integration, und zum Ende philosophisch-anthropologische Grundfragen, die sich mit dem Bewusstsein des Todes im Spannungsfeld von Endlichkeit und Freiheit auftun. Für diesen kompakten Streifzug wird Rationalpark Mitbegründer Hanselitsch mit sehr positivem Feedback belohnt. Dritter im Bunde ist Student Florian Hieber mit einer Biergartenparabel zum Thema Liebe, die trotz einiger lauer Gags, weder bei der Jury noch beim Publikum allzu großen Anklang findet.</p>
<div class="captionright"><img src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/05/slam_2010_werner_hanselitsc.jpg" alt="Ein "Best Of" über den Tod..." title="Ein "Best Of" über den Tod..." width="280" height="200" />
<p>Ein &#8220;Best Of&#8221; über den Tod&#8230;</p>
</div>
<p>Angesichts des Regenschauers, der während dieser Performance ausgebrochen ist, fragt sich Gerhard Hofweber in seinem Statement, ob vielleicht auch die Gedanken des Slammers hinweg gespült worden sein könnten. Als vierter plädiert der Landwirt und einzige Nicht-Akademiker der Runde, Bernhard Sailer, für die Liebe im Unterschied zum Trieb, indem er inspiriert von paulinischen Briefen und gespickt mit lyrischen Exkursen, feststellt, dass nur erstere es sei, die uns zum Guten führe. Für seinen persönlichen und authentischen Vortrag erntet er Anerkennung vom Publikum, sowie von der Jury; wenngleich Theologin Platow neben ausführlichem Lob auch kritisch einwendet, dass Sailer in seinen Ausführungen vielleicht zu schnell zum Himmel empor steigen wollte, ohne sich erst mit irdischen Fragen und Problemen der Liebe auseinanderzusetzen. Der letzte Slammer des Abends sollte ich sein, mit einem Vortrag zum Thema &#8220;Postsexualität und neues Menschenbild&#8221;, in welchem ich versuche mit möglichst zynisch zugespitzter Wortwahl das Verschwinden von Sexualität und Geschlecht im Zeitalter neuer feministischer Ideologien und moderner Biotechnologie zu erläutern. Auf der Bühne fühle ich mich recht sicher und es gelingt mir, die kritischen und ironischen Stellen meines Vortrags so zu betonen, dass sie entsprechend beim Publikum ankommen, und auch gelacht wird, wo gelacht werden sollte. Ich bekomme viel Applaus sowie eine sehr zustimmende und positive Beurteilung durch die Jury.</p>
<div class="captionleft"><img src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/05/slam_2010_gianluca_crepaldi.jpg" alt="Der Gewinner des Abends!" title="Der Gewinner des Abends!" width="280" height="200" class="alignleft size-full wp-image-1388" />
<p>Der Gewinner des Abends!</p>
</div>
<p>Der Slam neigt sich dem Ende zu und die drei Juroren beraten über ihre Favoriten. Gerhard Hofweber stimmt für Werner Hanselitschs Vortrag, der ihm sehr gut gefallen hat. Zudem erwähnt er schmunzelnd Hanselitschs &#8220;Drohung&#8221; vom letzten Slam, derzufolge der Innsbrucker sooft teilnehmen wolle, bis er gewinnt. Birte Platow und Helmut Pape stimmen für mich und damit gewinne ich den Preis der Fachjury. Als ich auch noch den durch Dezibel-Messung beim Applaudieren festgestellten Publikumspreis erhalte, freue mich wahnsinnig. Das schönste Kompliment des Abends macht mir eine Dame aus dem Publikum, die mir nach der Veranstaltung zuflüstert, dass mein Vortrag so gut gewesen wäre, &#8220;weil das Leben genau so ist!&#8221;. Da die erfolgreiche Klärung der Wirklichkeit zu den obersten Zielen des Philosophen zählt, fühle ich mich entsprechend geschmeichelt.</p>
<p>Wir lassen den Abend bei mehreren Gläsern Wein, Bier und Apfelschorle ausklingen, diskutieren noch eifrig über alles Mögliche und lauschen schließlich den Überlegungen des Aristotelikers Hofweber, wie man den <em>Philosophy Slam</em> am besten zu einem eigenen &#8220;Genos&#8221; machen könnte - bis das Taxi kommt und uns zum Hotel zurückbringt. Ich bin Werner sehr dankbar, dass er mich zu einer Teilnahme angespornt hat, denn:</p>
<p>Es hat sich gelohnt!</p>
<blockquote><p><strong>L I N K S</strong></p>
<ul>
<li><a href='http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/05/vortrag-philosophy-slam-crepaldi.pdf'>Vortrag Gianluca Crepaldi [pdf]<br /><em>Vom Verschwinden des Aktes - Postsexualität und &#8220;neues Menschenbild&#8221;</em> </a></li>
<li><a href='http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/05/tod_vortrag_hanselitsch.pdf'>Vortrag Werner Hanselitsch [pdf]<br /> <em>Philosophische Überlegungen zum Tod und den Bedingungen der Möglichkeit einer postmortalen Existenz</em> </a></li>
<li><a href="http://www.philosophy-slam.com/" target="_blank">Philosophy-Slam Homepage</a></li>
<li><a href="http://www.dr-hofweber-institut.de/" target="_blank">Dr. Hofweber Institut</a></li>
</ul>
</blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Konferenz Südostasienwissenschaften</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 07:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Events]]></category>

		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[südostasien]]></category>

		<category><![CDATA[seas]]></category>

		<category><![CDATA[tagung]]></category>

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		<category><![CDATA[wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 28. und 29. Mai 2010 veranstaltet SEAS - Society for South-East Asian Studies - zum bereits fünften Mal in Wien eine Konferenz zur Region Südostasien. Das Thema in diesem Jahr ist "Human Security".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1358" title="seas2010" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/05/seas2010.jpg" alt="seas2010" width="175" height="135" />Am 28. und 29. Mai 2010 veranstaltet SEAS - Society for South-East Asian Studies -  zum bereits fünften Mal in Wien eine Konferenz zur Region Südostasien. Das Thema in diesem Jahr ist &#8220;Human Security&#8221;, wobei an den zwei Veranstaltungstagen acht Panels vorgesehen sind, bei denen unterschiedlichste Schwerpunkte gesetzt werden. So werden ausgewählte Fallstudien ebenso behandelt wie grundlegende Problemfelder (z.B. die Messbarkeit von &#8220;Sicherheit&#8221;, die Auswirkungen von Naturkatastrophen, die Rolle von NGOs, u.v.m.). Thomas Gimesi freut sich, das Panel zum Thema &#8220;Migration&#8221; moderieren zu dürfen und hofft auf zahlreiches Erscheinen aller rationalpark-SympathisantInnen. Die Konferenz sei allen wärmstens empfohlen, die sich für die ansonsten hierzulande so wenig beachtete Region interessieren.</p>
<ul>
<li>Veranstaltungsort: Österr. Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, A-1080 Wien, 1. Stock</li>
<li>Datum: 28. und 29.05.2010</li>
<li>Beginn: 09:00 (Keynote durch Prof. Donald K. Emmerson, Stanford University, USA)</li>
<li>Eintritt frei, Anmeldung unter <a href="mailto:publics@seas.at" target="_blank">publics@seas.at</a> erbeten</li>
</ul>
<blockquote><p><strong>L I N K S</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.seas.at/?page_id=1330" target="_blank">Nähere  Informationen zur Tagung</a></li>
<li><a href="http://www.seas.at/wp-content/uploads/2009/12/SEAS-Conference-2010-Human-Security-Program1.pdf" target="_blank">Programmfolder [pdf]</a></li>
<li><a href="http://www.seas.at/" target="_blank">SEAS - Gesellschaft  für Südostasienwissenschaften</a></li>
</ul>
</blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Tage der Kultur- und Sozialanthropologie 2010</title>
		<link>http://www.rationalpark.com/wp/2010/03/tage-der-kultur-und-sozialanthropologie-2010/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 10:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Events]]></category>

		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[anthropologie]]></category>

		<category><![CDATA[military anthropology]]></category>

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		<category><![CDATA[vortrag]]></category>

		<category><![CDATA[wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits zum 6. Mal werden an der Universität Wien vom 22. bis 23. April die Tage der Kultur- und Sozialanthropologie stattfinden. Das Interesse an der Veranstaltung stieg in den letzten Jahren stetig, sodass nunmehr 16 Workshops abgehalten werden, die unterschiedlichste Themenbereiche der Anthropologie abdecken oder regionale Schwerpunkte setzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1233" title="tageksa" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/02/tageksa.jpg" alt="tageksa" width="175" height="135" />Bereits zum 6. Mal werden an der Universität Wien vom 22. bis 23. April die Tage der Kultur- und Sozialanthropologie stattfinden. Das Interesse an der Veranstaltung stieg in den letzten Jahren stetig, sodass nunmehr 16 Workshops abgehalten werden, die unterschiedlichste Themenbereiche der Anthropologie abdecken oder regionale Schwerpunkte setzen. Vom rationalpark mit dabei sein werden Marion Kraml und Thomas Gimesi, die ihre jüngsten Forschungsarbeiten in den Workshops &#8220;Doing Research in the &#8216;Glocal Field&#8217; - Zur Verortung ethnologischer Forschung&#8221; sowie &#8220;&#8216;Der wilde Südosten&#8217; - Südostasiatische Peripherien im 21. Jahrhundert&#8221; präsentieren werden.</p>
<p>Marion Kraml<br />
<strong>Militärische Anthropologie</strong><br />
AnthropologInnen in Camouflage</p>
<p>Die Verbindung der Anthropologie mit militärischen Strategien und Einsätzen ist in etwa so alt wie das Fach selbst. Immer wieder in der Geschichte arbeiteten AnthropologInnen im Rahmen von und für imperialistische Bestrebungen. Heute mehr denn je erweist sich genau diese Zusammenarbeit als sehr prekär und umstritten. Besonders im amerikanischen Raum werden im Rahmen des sog. Human Terrain Systems sowohl AnthropologInnen als auch andere GesellschaftswissenschaftlerInnen rekrutiert, um für die militärischen Aktionen zu arbeiten. Die Darstellung ihrer Tätigkeit ist ebenso vielfältig wie die Meinungen darüber. Als BeraterInnen im Feld, als auch vor den jeweiligen Einsätzen stellt das Wissen, das sie besitzen und zur Verfügung stellen, eine „Waffe&#8221; dar, die sowohl für den (proklamierten) Schutz der jeweiligen Bevölkerung, als auch gegen diese verwendet werden kann. Ersichtlich wird dieser Vorgang an den Einsätzen der AnthropologInnen im Irakkrieg der US-Amerikaner. Für die AnthropologInnen stellt dies nicht nur eine besondere Gefährdung ihrer Selbst dar, sondern auch die Reputation des gesamten Faches ist gefährdet. Vertrauen als grundlegende Voraussetzung und Basis in der Feldforschung ist schwierig aufzubauen, der Verdacht eines bloßen (Aus)Spionierens wächst und läßt uns so als bloße (bessere) Spione erscheinen. Dieses und weitere Aspekte gilt es zu beachten. Die American Anthropological Association verweist in diesem Zusammenhang auf ihren „code of ethics&#8221;. Dieses paper gibt jedoch auch nur einen sehr weit gefassten Rahmen vor. Deshalb gilt es, diese Debatte aufrecht zu erhalten, um etwaige schädliche Auswirkungen des Arbeitens von AnthropologInnen für militärische Ziele zu vermeiden/vermindern.</p>
<p>Thomas Gimesi<br />
<strong>Ökonomischer Wohlstand und soziale Gerechtigkeit</strong><br />
Zur Lage ethnischer Minderheiten im Wirtschaftswunder Vietnam</p>
<p>Die in den 1980er Jahren initiierte Reformpolitik (doi moi) war erfolgreich und hat Vietnam bislang ein hohes wirtschaftliches Wachstum beschert. Die Tourismusbranche boomt und die Mitgliedschaft bei internationalen Organisationen hat ebenfalls dafür gesorgt, ausländische Investoren in das Land zu locken. Der Erfolg brachte jedoch auch Schattenseiten mit sich: Das Vermögen ist ungleich auf die 54 offiziell anerkannten ethnischen Gruppen Vietnams verteilt. Obwohl in den letzten Jahren die Zahl der in Armut lebenden Menschen insgesamt drastisch gesunken ist, zeigt sich bei den ethnischen Minderheiten, die überwiegend in den Bergregionen im Landesinneren beheimatet sind, nur eine geringe Besserung ihrer Lebenssituation. Trotz umfangreicher Initiativen des vietnamesischen Staates zeigen aktuelle Studien, dass es bislang nur unzureichend gelungen ist, die von den industriellen Kernzonen entfernten Gebiete am wirtschaftlichen Wachstum teilhaben zu lassen. Selbst jene Vorstöße, wie etwa der Kaffeeanbau in den Central Highlands oder der florierende Tourismus an der Grenze zu Südchina, zeigen, dass die Widersprüche zwischen Sozial-, Wirtschafts- und Sicherheitspolitik oftmals auf dem Rücken der Minderheiten ausgetragen werden. In dem Vortrag soll auf die aktuelle Situation der ethnischen Minderheiten Vietnams anhand der zwei zuvor genannten Beispiele gesondert eingegangen werden.</p>
<blockquote><p><strong>L I N K S</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.univie.ac.at/ksa/" target="_blank">Institut für  Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien</a></li>
<li><a href="http://www.oeaw.ac.at/" target="_blank">Österreichische Akademie der Wissenschaften</a></li>
<li><a href="http://www.ethno-museum.ac.at/" target="_blank">Museum für  Völkerkunde</a></li>
</ul>
</blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Zur Geschichte des/der Psychiaters/in</title>
		<link>http://www.rationalpark.com/wp/2010/02/zur-geschichte-desder-psychiatersin/</link>
		<comments>http://www.rationalpark.com/wp/2010/02/zur-geschichte-desder-psychiatersin/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 20:37:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Tilg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>

		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>

		<category><![CDATA[antirassismus]]></category>

		<category><![CDATA[philosophie]]></category>

		<category><![CDATA[tagung]]></category>

		<category><![CDATA[tirol]]></category>

		<category><![CDATA[vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag von Dr. Bernhard Tilg anlässlich der Tagung zur Geschichte der Psychiatrie an der UMIT - Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, medizinische Informatik und Technik, vom 2.-3. Oktober 2009 in Hall in Tirol.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><img class="alignleft size-full wp-image-1245" title="psychiatrie" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/02/psychiatrie.jpg" alt="psychiatrie" width="175" height="135" />&#8220;Mein Ungenügen hat mich der kargen Lyrik des Zitierens überantwortet.&#8221;<br />
Michel Foucault (2001, S. 11)</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren, geehrtes Publikum!</p>
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<p class="MsoNormal">Beginnend darf ich mich bei den Organisatorinnen dieser Tagung für die Gelegenheit, hier zu sprechen, bedanken. Eine recht ungewöhnliche Gelegenheit für mich, da ich im Gegensatz zu den Referentinnen vor mir bei dieser Tagung zur<em> Geschichte der Psychiatrie</em> weder Mediziner, noch Medizinhistorikerin, weder Ethnologe oder Spezialistin in einer bestimmten historischen Periode der Psychiatriegeschichte und auch nicht im medizinisch-therapeutischen Bereich tätig bin, sondern vielmehr von der Philosophie her komme. Und Philosophen haben ja bekanntlich ein sehr eigenwilliges Verhältnis zur Wirklichkeit, zumindest seit Platon die Weltverdoppelung herbeigeführt und die überhimmlischen Orte der wahrhaft seienden Ideen erschaffen hat. Seit diesem Zeitpunkt zumindest begleitet eine problematische Beziehung zur Wirklichkeit den Gang der Philosophie. Mehr als zweitausend Jahre später aktualisiert Wittgenstein diese Situation und verteidigt das Sprachspiel der Philosophie, indem er beschreibt, wie zwei Philosophen in einem Garten darüber debattieren, ob der Baum, unter welchem sie sitzen, nun tatsächlich ein Baum ist oder eben nicht. Dabei zeigt einer der beiden auf den Baum und sagt: „Das ist ein Baum!&#8221; Ein <em>Irrenarzt</em>, wie Wittgenstein die Psychiater nennt, der diese Szene zufällig beobachtet und nicht weiß, dass sich hier zwei Philosophen unterhalten, könnte dann fragen: „Was ist das?&#8221; und dabei auf den Baum zeigen. Abhängig von der Antwort wird er dann den einen oder im besten Falle beide für verrückt erklären.</p>
<p class="MsoNormal">Noch vor Wittgenstein seine Gedanken hinsichtlich Lebensform und den damit unauflöslichen Sprachspielen zu Papier bringt, ist es der &#8220;weltberühmte Psychologe und Zeitgenosse von Freud, Carl Gustav Jung&#8221; (vgl. Hinshaw, Fischli (Hg.), 1986, S. XIV), der bei seinem Besuch der Taos Pueblos in New Mexiko erstmalig mit <em>Indianern</em> zusammentrifft und sich mit ihnen über die Europäer unterhält. Dabei erfährt Jung viel Erstaunliches, auf das er später immer wieder bei verschieden Gelegenheiten zurückkommt und berichtet:</p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Ich erinnere mich an ein Gespräch mit dem Häuptling der Pueblo Indianer &#8230; Er sprach zu mir über seinen Eindruck vom weißen Mann und meinte, die Weißen seien ständig von Unruhe geplagt, immer auf der Suche nach etwas; deshalb seien ihre Gesichter von Runzeln durchzogen, was ihm als ein Beweis ewigen Unfriedens erschien. Ochwiay Biano war zudem der Ansicht, die Weißen seien verrückt, denn sie behaupteten ja, dass sie mit dem Kopf dächten, wo es doch allgemein bekannt sei, dass nur die Verrückten dies täten.&#8221; Daraufhin fragte Jung den Häuptling erstaunt, wie denn er denke, und &#8221; &#8230; ohne zu zögern antwortete er, natürlich denke er mit dem Herzen.&#8221; (ebd. S. 257)</p>
<p class="MsoNormal">Darüber, dass die Weißen verrückt sein müssen, schienen sich die so genannten amerikanischen Wilden einig zu sein. Einige Jahrzehnte früher diagnostizierte ein Oglala Sioux die <em>Krankheit des weißen Mannes</em> mit ähnlichen Worten und in bestechender Logik: &#8220;In diesem Herbst (1883) &#8230; wurden von den Uaschitschun (Weißen) die letzten Büffelherden hingeschlachtet. &#8230; Die Uaschitschun töten sie nicht, um sie zu essen; sie töten sie wegen des Metalls, das die Leute wahnsinnig macht, und sie nahmen nur die Häute, um sie zu verkaufen. Manchmal nahmen sie nicht einmal die Häute, sondern nur die Zungen. &#8230; Da könnt ihr sehen, dass die Menschen, die solches taten, nicht bei Verstand waren.&#8221; (Forbes, 1981, S. 44)</p>
<p class="MsoNormal">Neben Jung, der die <em>edlen Wilden</em> persönlich besucht, denkt auch Sigmund Freud nach über das <em>Seelenleben der Wilden</em> und mit <em>Totem und Tabu</em> treibt er nicht nur die Entwicklung der psychoanalytischen Theorie voran, sondern leistet darüber hinaus auch einen äußerst wirkungsvollen Beitrag zu einer <em>Theorie der Zivilisation</em> und der Trennung von Natur und Kultur. Bezeichnend der Untertitel: <em>Einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker</em>. Dabei bezieht sich Freud unter anderem auf die Völkerpsychologie von Wilhelm Wundt und die dort formulierten Gesetze der Zivilisationsentwicklung. Ebenso sind es die Schriften von Sir James Frazer, die Freud rezipiert und auf welche er sich in seinen Formulierungen stützt. Wittgenstein ist es dann wiederum, der an den Auffassungen Frazers kein gutes Haar lässt und ihm vorwirft, schlichtweg unfähig zu sein, eine andere als die eigene sprich viktorianische Lebensform anzuerkennen und nur in Ansätzen verstehen zu wollen. Kurz nach dem Erscheinen von Totem und Tabu ist Bronislaw Malinowski bereits auf den Trobriand-Inseln im Pazifik gezwungen, seinen Forschungsaufenthalt durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges entschieden zu verlängern und in in weiterer Folge werden die Forschungen der modernen Anthropologie und Ethnologie Freuds Kulturkonstrukt und mithin jede linear-evolutionäre Theorie der Zivilisation zunehmend ins Reich der Fantasie verweisen.</p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Wenn Freud, der die Werke der wissenschaftlichen Afrika-Eroberer Stanley und Baker aufmerksam rezipiert hatte, auf seinem eigenen Weg zum Ruhm sich für das &gt;wahre innere Afrika&lt; &#8230; entschied, so bewies er mit der Wahl seiner Forschungsrichtung einen vorzüglichen imperialen Instinkt.&#8221; (Sloterdijk, S. 930f), dem auch seine Schüler/innen folgen und im Gegensatz zu ihrem Meister gemeinsam mit Ethnologinnen und Anthropologen aufbrechen, um das <em>Seelenleben der wilden Völker</em> vor Ort zu studieren. Und so wie die <em>Hottentotten, in ihrer unmenschlichen Hässlichkeit</em> in keinem Standardwerk der Anthropologie des 19. Jahrhunderts fehlen durften, werden ab Mitte des 20. Jahrhunderts die <em>Träume der Wilden</em>, ihr <em>Aberglaube</em> und ihre scheinbar kindlichen sprich magischen Vorstellungen der Welt zu einem zentralen Forschungsbereich der Ethnopsychoanalyse ebenso wie der Anthropologie und Ethnologie.</p>
<p class="MsoNormal">Das Problem dabei besteht aber darin, dass die Geister, wie es in einem haitianischen Sprichwort heisst (vgl. Duerr, S. 204), die Insel verlassen, sobald die Ethnopsychiater und Anthropologinnen auftauchen, und diese mithin nie (!) die Gelegenheit haben werden, die Geister und Schamanen <em>wirklich</em> zu Gesicht zu bekommen. Ein Zauberer, der behauptet fliegen zu können, ein Schamane oder eine Heilerin, die mit obskuren Praktiken gegen die Verhexung ihres Klienten ankämpft, all das und noch viel mehr muss darum den Ethnopsychoanalytikerinnen wie den Anthropologen äußert verdächtig erscheinen. Und so ist es dann auch Georges Devereux, der Mit-Erfinder der Ethnopsychoanalyse, der die Situation in den Griff bekommt und den Schamanen als einen <em>Psychotiker im Zustand einer temporären Remission</em> (vgl. Duerr,1985, S. 71) definiert. So &#8220;&#8230;wird von alten Schamanen berichtet, die in schamanistischer Trance ohne sichtbare Erschöpfung stundenlang tanzen und gewaltige Luftsprünge vollführen. Ähnliche Phänomene kennt jeder Psychiater, der erleben mußte, wie ein akuter Psychotiker von mehreren starken Männern kaum zu bändigen ist.&#8221; (Heller, 2003, S. 175) Entsprechend dieser Ansicht werden Schamanen, Hexen oder Zauberinnen aus der Sicht der westlichen Wissenschaft als geisteskrank verstanden und in der Sprache der zeitgenössischen Psychopathologie klassifiziert.</p>
<p class="MsoNormal">Synonym mit dem nordasiatischen Schamanismus wurde der Begriff der arktischen Hysterie verwendet und der Schamane als <em>Idiot</em> oder als <em>neurotischer Epileptiker</em> bezeichnet.“ (vgl. ebd. S. 166). Devereux geht aber noch weiter, und behauptet: „Primitive religion and in general quaint primitive areas are organized schizophrenia.“ (zitiert nach: Duerr, 1985, S. 19) Damit ist das <em>radikal Andere, </em>welches der fliegende und heilende Schamane darstellt und mithin die Welt der <em>Wilden</em> und <em>Primitiven</em> gebannt und schlicht als geisteskrank denunziert. Die abendländische Vernunft und ihre Monster behalten die Oberhand.</p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Wir sagen dann: Wenn <em>ich</em> das täte, was der Schamane tut, dann wäre <em>ich</em> ein Fall für den Psychiater.&#8221; Nur mit der Frage, was wäre wenn&#8230; ist an dieser Stelle nicht viel auszurichten. Der Anarchist und Anthropologe Alfred Radcliff Brown kontert mit der Frage: Was wäre, wenn <em>ich</em> ein <em>Pferd</em> wäre? Wäre ich dann auch ein Fall für den Psychiater oder würde mir einfach das Gras nicht schmecken? (vgl. Duerr, 1985, S. 205) Wittgenstein formuliert an dieser Stelle sinngemäß ein Koan und stellt fest: Wenn einer sagt: “Ich habe einen Körper” den möchte ich fragen: “Wer spricht mit diesem Mund?”</p>
<p class="MsoNormal">Wichtig bei dieser Betrachtung ist auch die Tatsache dass in fast allen nichtwestlichen Kulturen außergewöhnliche Bewusstseinszustände grundsätzlich als wertvoll gelten (vgl. Heller, 2003, S. 164) und entsprechend ihren Platz und ihre Funktion in den jeweiligen Gesellschaften einnehmen. Nichts desto trotz wird aber auch in außereuropäischen oder so genannten primitiven Gesellschaften sozial abweichendes Verhalten sanktioniert, und insofern ist vielleicht Devereux&#8217; Beschreibung der <em>Wilden</em> als <em>Schizophrene ohne Tränen</em>, sprich ohne das Leid, welches die in Europa bekannten Einkerkerungspraktiken den Irren zufügen, zu sehr seiner Vorliebe für den <em>edlen Wilden</em> geschuldet. Wichtig dabei aber ist, dass mit dem Entstehen der Ethnopsychoanalyse der vorherrschende &#8220;ethnozentrische Imperialismus der klassischen Psychiatrie&#8221; (vgl. Schneider, 2001, S. 32) gebrochen wird und es nicht zuletzt das &#8221; &#8230; Verdienst der Ethnopsychologie ist – einer modernen Form der klassischen Völkerpsychologie – in den letzten vier bis fünf Jahrzehnten die abendländischen Vorstellungen von &#8216;geistiger Gesundheit&#8217; und &#8216;Normalität&#8217; nachhaltig erschüttert und deren sozio-kulturelle Relativität erwiesen zu haben.&#8221; (ebd. S. 31)</p>
<p class="MsoNormal">Es ist diese Allianz zwischen Ethnologie und Psychoanalyse seit dem frühen 20. Jahrhundert, die Michel Foucault dazu bewegt, beide Wissenschaften 1966 (<em>Die Ordnung der Dinge</em>) in seiner Geschichte der Humanwissenschaften als <em>Gegenwissenschaften</em> zu thematisieren und zu privilegieren. Foucault, der ja dabei ist, eine <em>Ethnologie der eigenen Kultur</em> zu erarbeiten und mithin der Ethnologie als Wissenschaft vom kulturell Fremden eine neue Zielrichtung vorgibt, wird 1961 einen ersten Ansatz mit <em>Wahnsinn und Gesellschaft</em> in diese Richtung vorlegen. Sein Forschungsgegenstand sind nun nicht mehr die <em>unvernünftigen</em> und <em>irrationalen Wilden</em>, sondern die in unseren abendländischen Gesellschaften ausgegrenzten und mithin eingesperrten <em>Irren</em> und die damit verbundene Formierung eines medizinisch-juristischen Dispositiv, in welchem die Formen des Wahnsinn verhandelt werden. Seine unerfüllbare Hoffnung besteht darin, in der „ … Geschichte jenen Punkt Null der Geschichte des Wahnsinns zu finden, an dem der Wahnsinn … noch nicht durch eine Trennung gespaltene Erfahrung ist“ (Foucault, 1969, S. 7), die eingekerkert und eingekreist von den Fragen der Humanwissenschaften zum Schweigen verstummt ist. „Die Sprache der Psychiatrie, die ein Monolog der Vernunft <em>über</em> den Wahnsinn ist, hat sich nur auf einem solchem Schweigen errichten können“ (ebd. S. 8). Foucaults Versuch besteht nun darin, eine Archäologie dieses Schweigens zu schreiben, zu welchem die <em>Irren</em> seit Anbeginn des Zeitalters der Vernunft verurteilt waren. Später wird Foucault seine Einschätzung hinsichtlich der Psychoanalyse radikal revidieren und diese als Geständnistechnologie der Gegenwart aus der Tradition der abendländischen katholischen Beichte bestimmen. Er erkennt den abendländischen Menschen zunehmend als Geständnistier um 1976 (<em>Der Wille zum Wissen</em>) den Bruch mit der Psychoanalyse endgültig zu vollziehen. In diesem Zusammenhang sieht Foucault die Diskursivierung des Menschen nicht bestimmt durch repressive, sondern vielmehr durch produktive Verhältnisse.</p>
<p class="MsoNormal">Allerorts werden die Menschen aufgefordert, ihr Innerstes nach Außen zu kehren, um im Geständnis, der Beichte oder im Zuge einer Analyse oder Psychotherapie Zeugnis abzulegen vom Menschlichen. Die Menschen sind gezwungen, Auskunft zu geben und zugleich weicht dieser Zwang zunehmend einem Wunsch zu sprechen. Von der Talkshow bis in die Behandlungszimmer der Psychoanalytiker findet sich diese Linie, auf der die Menschen zum Sprechen angehalten sind, um die <em>Wahrheit</em> über sich selbst und ihre <em>Krankheit</em> in Erfahrung zu bringen. Demzufolge hat sich die Zahl derer, die im Rahmen einer klassischen Psychoanalyse oder der verschiedensten anderen Psychotherapieformen ihrer Ohren vermieten, in den letzten Jahren geradezu vervielfacht und ein ganzes Spektrum neuer Berufsfelder im psychisch-therapeutischen Bereich ist entstanden. Die Entwicklung relativ nebenwirkungsarmer Antidepressiva und anderer Psychopharmaka ermöglicht eine zunehmend flächendeckende Behandlung der in zunehmenden Ausmaß diagnostizierten Depressionserkrankungen. <em>Mother&#8217;s Little Helper</em> - die kleinen farbigen Pillen sind teil der Alltagskultur geworden und seit Beginn der<em> Prozac-Revolution</em> schlucken Millionen Menschen in den ersten Welten ihr tägliches Quantum. In den psychiatrischen Anstalten sind die eisernen Ketten und Käfigbetten dem massiven Einsatz von Psycho-Drogen gewichen. Ebenso verhält es sich Haftanstalten: auch dort ist der verordnete Konsum von Psychopharmaka in hoher Anzahl und Dosierung an der Tagesordnung.</p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Noch 1815 – wenn man einem Bericht, der dem <em>House of Commons</em> vorgelegt wurde, glauben will – stellte das Hospital von Bedlam jeden Sonntag Irre für einen Penny aus. Das jährliche Einkommen dieser Ausstellung betrug etwa 400 Pfund, was die erstaunlich hohe Zahl von 96.000 Besuchern jährlich bedeutet. In Frankreich blieb … die Schaustellung der Irren bis zur Revolution eines der Sonntagsvergnügen der Bourgeoisie.&#8221; (ebd. S. 138) Ein zeitgenössischer Beobachter stellt dazu kritisch fest, dass die<em> Irren</em> &#8221; … wie seltsame Tiere dem erstbesten Trottel vorgeführt werden, der bereit war Geld zu geben. … Man lässt die Wärter die Irren ausstellen, wie der Dompteur auf dem Jahrmarkt die Affen zeigt. Einige der Wärter waren bekannt, für ihr Geschick, die <em>Irren</em> Tänze und Akrobatik vorführen zu lassen, während sie mehrmals mit der Peitsche knallten.&#8221; (ebd.) Später dann, werden die Irren, die gerade bei Verstand sind, ihre Leidensgenossen vorführen und es gibt Schauspielvorstellungen, bei welchen ihnen Rollen zugewiesen werden, bei welchen ein oberflächliches, verantwortungsloses und oft boshaftes Publikum sich an den bizarren Gebärden dieser Unglücklichen erfreut. (vgl. ebd. S. 139)</p>
<p class="MsoNormal">Und so stellt Foucault fest: &#8220;Bis zum Anfang des neunzehnten Jahrhunderts … blieben die Irren Monster … Lebewesen oder Sachen, die des Zeigens wert sind.&#8221; (ebd. S. 139), um dann zunehmend im Inneren der Anstalten zu verschwinden. Der Wahnsinn als das <em>Andere der Vernunft</em> ist eingekreist von einer Vielzahl medizinischer, juristischer, politischer, gesellschaftlicher Diskurse und als Krankheit bestimmt, deren Heilung der Zukunft und dem Fortschritt aufgegeben ist. Auf der Bühne aber hat der Wahnsinn ausgedient und wird zugleich ersetzt durch den ausgestellten <em>Wilden</em>, mit welchem ab Mitte des 19. Jahrhunderts die <em>Völkerschauen</em> versuchen das Andere der Vernunft zu inszenieren. Und so treten die <em>Wilden</em> an die Stelle der <em>Irren</em>: denn sowohl als auch fehlt es ihnen angeblich an vernünftigem Menschenverstand und dem richtigen Glauben. Insofern handelt es sich in beiden Fällen um gleichsam unvollständige Menschen. In ihnen scheint die Trennung von Natur und Kultur noch nicht ganz vollzogen zu sein und das wilde Tier im Menschen gewinnt zuweilen die Überhand.</p>
<p class="MsoNormal">Und gleichgültig ob in Chicago, Berlin oder in Wien werden die sogenannten Wilden wie zuvor die Irren auch aus wissenschaftlichen Überlegungen zur Schau gestellt. (vgl. dazu: Pöhl, 2007) Damit lässt sich behaupten: die sogenannten Wilden sind wie &#8220;(d)er Wahnsinn … etwas geworden, was man anschauen kann, nicht mehr ein Monstrum im Inneren des Menschen, sondern ein Lebewesen … eine Bestialität, in der der Mensch seit langem beseitigt ist.&#8221; (Foucault, 1969, S. 140) Und diese Bestialität ist es, welche das Publikum der europäischen Städte massenhaft in helle Aufregung versetzt. In Deutschland ist es nicht von ungefähr der Tierparkbesitzer und Importeur von <em>wilden Tieren</em> Carl Hagenbeck, der sein Sortiment tatkräftig ausbaut und um <em>Wilde</em> aller Art ergänzt. Schließlich strömten Hunderttausende in die Tierparks, die sich in ihrem Angebot die <em>natürliche Wildheit</em> zur Schau zu stellen geradezu überbieten. Beispielhaft für diese Gegebenheit ist das Schicksal von Abraham Ulrikab und seiner Familie: 1880 verlässt der zum Christentum bekehrte Abraham mit seiner Familie und einem Schamanen die Heimat im Polarkreis. Es ist der Seefahrer und Händler Johan Adrian Jacobsen, der im Auftrag Hagenbecks Abraham Ulrikab mit weiteren sieben Inuits vorerst nach Hamburg verfrachtet. Schlussendlich landen sie im Berliner Zoo und sind die Attraktion für ein abertausendfaches Publikum. Ihre geplante Tournee umfasste folgende Städte: Berlin, Frankfurt, Darmstadt, Krehfeld und Paris. Doch daraus wird nichts, weil bereits weniger als ein halbes Jahr nach der Ankunft in Europa am 16. Jänner 1881 das letzte Mitglied der Gruppe verstirbt. Man hatte ganz einfach darauf vergessen, sie gegen die Pocken zu impfen. (vgl. Lutz, 2005) Und so ergeht es dann den <em>Wilden</em> wie zuvor den <em>Irren</em>:</p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Es gilt bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts als bekannt, dass die Irren unendlich elende Lebensbedingungen ertragen können. Man braucht sie nicht zu schützen, sie nicht zudecken und nicht zu wärmen. … Als 1811 Samuel Tuke ein <em>workhouse</em> … besucht, sieht er, wie das Licht durch vergitterte Luken in die Zellen dringt. Alle Frauen waren völlig nackt. &gt;Die Kälte war sehr streng, und am Vorabend zeigte das Thermometer 18 Grad Kälte. Eine der unglücklichen Frauen lag auf etwas Stroh, ohne eine Decke zu haben.&lt; Diese Fähigkeit der Wahnsinnigen, wie die Tiere die schlimmsten Witterungsverhältnisse zu ertragen, wird noch für Pinel ein medizinisches Dogma sein; stets wird er bewundern, mit welcher Standhaftigkeit Wahnsinnige beiderlei Geschlechts die schärfste und sehr lang anhaltende Kälte ertragen.&#8221; (Foucault, 1969, S. 144)</p>
<p class="MsoNormal">Einige Jahrzehnte später sind es nun die scheinbar wilden <em>Ashantee</em>, die 1896 im Wiener Tiergarten gastieren und trotz der herbstlichen Kälte nackt auftreten müssen. In der Beschreibung von Peter Altenberg, der sich ja speziell mit den Frauen dieser in seiner Diktion wunderschönen, exotischen Paradiesmenschen angefreundet hatte, lautet dies dann so:</p>
<p class="MsoNormal">&#8220;&gt;Es ist kalt und ganz feucht, Tíoko. Überall Wasserlachen. Ihr seid nackt. Warum diese dünnen Leinensachen?! Kalte Hände hast du, Tíoko. Ich werde dir sie erwärmen. Baumwoll-Flanell braucht ihr wenigstens, nicht gezwirnte Ware.&lt; Tioko antwortet: &gt;Wir dürfen Nichts anziehen, Herr, keine Schuhe, nichts, sogar ein Kopftuch müssen wir ablegen. Wilde müssen wir vorstellen. Ganz närrisch ist es.&lt;&#8221; (vgl. Altenberg, 1897)</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Literatur</strong></p>
<ul>
<li>Altenberg, Peter: Ashantee im Wiener Tiergarten, Bei den Negern der Goldküste, Westküste, Fischer, Berlin 1897.</li>
<li>Duerr, Hans Peter: Satyricon, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1985.</li>
<li>Duerr, Hans Peter: Traumzeit, Über die Grenzen zwischen Wildnis und Zivilisation, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1984.</li>
<li>Forbes, Jack D.: Die Wetiko Seuche, Eine indianische Philosophie von Aggression und Gewalt, Peter Hammer Verlag, Wuppertal, 1981.</li>
<li>Foucault, Michel: Das Leben der infamen Menschen, Merve, Berlin, 2001.</li>
<li>Foucault, Michel: Wahnsinn und Gesellschaft, Eine Geschichte des Wahnsinns im Zeitalter der Vernunft, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1969.</li>
<li>Freud, Siegmund: Totem und Tabu, Einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker, Heller &amp; Cie, Leipzig und Wien, 1913.</li>
<li>Heller, Gerhard: Wie heilt ein Schamane in: Lang, Hermann (Hg): Wirkfaktoren in der Psychotherapie, Verlag Königshausen und Neumann, Würzburg 2003.</li>
<li>Hinshaw, Robert und Fischli, Lea (Hg): Jung im Gespräch, Interviews, Reden, Begegnungen, Daimon Verlag, Zürich, 1986.</li>
<li>Lutz, Hartmut (Ed): The Diary of Abraham Ulrikab, Text and Context, University of Ottawa Press, 2005.</li>
<li>Pöhl, Friedrich: Tote und Lebende in: Gimesi, Thomas, Hanselitsch, Werner (Hg): Das Fremde im Raum, Lit-Verlag, Wien, Berlin, 2007.</li>
<li>Sloterdijk, Peter: Sphären II, Globen, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1999.</li>
<li>Schneider, Peter, K: Wahnsinn und Kultur, oder Die Heilige Krankheit, Verlag Königshausen und Neumann, Würzburg 2001.</li>
<li>Wittgenstein, Ludwig: Über Gewißheit, Werkausgabe Band 8, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1984.</li>
</ul>
<blockquote><p><strong>L I N K S<br />
</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.geschichtederpsychiatrie.at/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=47&amp;Itemid=54" target="_blank">Geschichte der Psychiatrie, 2.-3. Oktober 2009, UMIT, Hall in Tirol</a></li>
<li><a href="http://www.franz-boas.de/content/index.php?n=4&amp;c=4" target="_blank">Das Boas Projekt - Tagung der Arbeitsgemeinschaft im ZiF der Universität Bielefeld</a></li>
</ul>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>06.02.2010 &#124; 18:30</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 17:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gimesi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Asides]]></category>

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		<description><![CDATA[06.02.2010 &#124; 18:30 Das neue Newslettersystem ist nun auf dem aktuellsten Stand, die bisherigen AbonnentInnen wurden übernommen und der heutige Artikel wird sogleich versendet.
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		<title>Vier Jahre Rationalpark</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 16:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Rationalpark]]></category>

		<category><![CDATA[2010]]></category>

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		<category><![CDATA[dossier]]></category>

		<category><![CDATA[innsbruck]]></category>

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		<description><![CDATA[Interdisziplinäre Forschung ist nach wie vor ein Nischenthema an den heimischen Universitäten. Der Rationalpark trat an, dies zu verändern. Die Bilanz ist eindrucksvoll und wurde bei der Geburtstagsfeier einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-1169 alignleft" title="Flyer Buchpräsentation" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/02/buch2010.jpg" alt="Flyer Buchpräsentation" width="175" height="135" />Interdisziplinäre Forschung ist nach wie vor ein Nischenthema an den heimischen Universitäten. Der Rationalpark trat an, dies zu verändern. Die Bilanz ist eindrucksvoll und wurde bei der Geburtstagsfeier einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.</p>
<div class="captionright"><img class="alignleft size-full wp-image-1180" title="M. Kraml präsentierte das neueste Dossier" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/02/buch2010_kraml.jpg" alt="M. Kraml präsentierte das neueste Dossier" width="280" height="200" />
<p>M. Kraml präsentierte das neueste Dossier</p>
</div>
<p>Vier Jahre nach seiner Gründung hat sich der &#8220;Verein für Philosophie und Kulturwissenschaften&#8221; längst als Fixpunkt in der interdisziplinären Wissenschaftsszene etabliert. ForscherInnen aus so unterschiedlichen Bereichen wie etwa Philosophie, Ethnologie, Geschichts-, Literatur-, Medien- und Rechtswissenschaften stellen sich im Rationalpark der Herausforderung, über ihren Tellerrand zu blicken und gemeinsam Denkanstöße zu liefern, die weit über ihr Alltagsgeschäft hinausgehen.</p>
<p>Am Freitag, den 29. Jänner 2010, feierte der Verein im Innsbrucker artdepot Geburtstag und präsentierte den rund 70 Gästen die jüngsten Veröffentlichungen. Neben dem jährlich erscheinenden Sammelband, der 2009 unter dem Motto &#8220;<a href="http://www.rationalpark.com/wp/2009/10/dossier-2009-urspruenge-und-anfaenge/" target="_self">Ursprünge und Anfänge</a>&#8221; (Lit-Verlag 2009) stand, stellte der Philosoph Werner Hanselitsch sein jüngstes Buch &#8220;<a href="http://www.rationalpark.com/wp/2009/10/seele-tod-und-jenseits/" target="_self">Seele, Tod und Jenseits</a>&#8221; (Lit-Verlag 2009) vor.</p>
<div class="captionleft"><img class="alignright size-full wp-image-1192" title="Für's Publikum: Neue Perspektiven." src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/02/buch2010_perspektiven.jpg" alt="Für's Publikum: Neue Perspektiven." width="280" height="200" />
<p>Für&#8217;s Publikum: Neue Perspektiven.</p>
</div>
<p>Die Bilanz des Vereins kann sich sehen lassen: Drei Sammelbände sind bisher erschienen, dazu mehrere Monographien und eine Reihe von Onlinebeiträgen, die sich unter anderem so unterschiedlichen Themen wie Wissenschaftstheorie, Wirtschaftswissenschaft und Friedensforschung widmen. &#8220;Der Rationalpark ist zu einem Hort der Interdisziplinarität geworden&#8221;, sagt Thomas Gimesi, neben Werner Hanselitsch einer der beiden Gründer des Vereins. &#8220;Wir wollen jungen und alten Forschern die Möglichkeit bieten, ihr gewohntes Terrain zu verlassen und sich neuen Bereichen zu öffnen&#8221;, erklärt Gimesi die Intention des Vereins.</p>
<div class="captionright"><img class="alignright size-full wp-image-1173" title="Freude bei den Herausgebern" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2010/02/buch2010_gimesi_hanselitsch.jpg" alt="Freude bei den Herausgebern" width="280" height="200" />
<p>Freude bei den Herausgebern</p>
</div>
<p>&#8220;Es ist keine Anleitung, wie man mit dem Tod umzugehen hat, sondern eher ein perspektivloses Buch&#8221;, begann Hanselitsch die Präsentation von &#8220;Seele, Tod und Jenseits&#8221; und stellte die Frage, &#8220;wann ist denn ein Mensch wirklich tot?&#8221; Was leicht zu beantworten scheint, wird durch ein gelungenes Abschweifen in alte, fremde Kulturen zu einem spannenden und nachdenklichen Gedankenspiel.</p>
<p>Für 2010 hat sich der Rationalpark wieder viel vorgenommen. Der Sammelband steht in diesem Jahr unter dem Motto &#8220;Geben, Nehmen, Tauschen&#8221; - in Zeiten der Wirtschaftskrise ein brisantes Thema. Zusätzlich soll Wien als zweiter Standort neben Innsbruck aufgebaut werden. Für Herbst sind wieder einige Veranstaltungen des Vereins geplant, wie zum Beispiel ein Philosophy Slam.</p>
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		<title>06.02.2010 &#124; 14:50</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 13:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gimesi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Asides]]></category>

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		<description><![CDATA[06.02.2010 &#124; 14:50 Seit kurzem pfeifen es nicht nur Spatzen von den Dächern. Allerhand Ge&#8221;TWITT&#8221;schere gibt&#8217;s nun auch auf www.twitter.com/_rationalpark oder hier auf unserer Website. Herzlicher Dank an Flo :)
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			<content:encoded><![CDATA[<p>06.02.2010 | 14:50 Seit kurzem pfeifen es nicht nur Spatzen von den Dächern. Allerhand Ge&#8221;TWITT&#8221;schere gibt&#8217;s nun auch auf <a href="http://www.twitter.com/_rationalpark" target="_blank">www.twitter.com/_rationalpark</a> oder hier auf unserer Website. Herzlicher Dank an Flo :)</p>
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		<title>16.12.2009 &#124; 17:55</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 17:27:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rationalpark Direktion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Asides]]></category>

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		<description><![CDATA[16.12.2009 &#124; 17:55 Layoutanpassungen an der Website vorgenommen. Neu sind: Editorial, Schriftarten, Schlagworte und ein Newsletter.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>16.12.2009 | 17:55 Layoutanpassungen an der Website vorgenommen. Neu sind: Editorial, Schriftarten, Schlagworte und ein Newsletter.</p>
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		<title>Franz Boas</title>
		<link>http://www.rationalpark.com/wp/2009/12/franz-boas-kultur-sprache-rasse/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 12:01:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gimesi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Events]]></category>

		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[anthropologie]]></category>

		<category><![CDATA[antirassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstag, dem 10. Dezember, luden die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika und der LIT-Verlag zu einer Buchpräsentation in das Amerikahaus in Wien. Vorgestellt wurde nicht irgendein Buch, sondern der von den rationalpark-Mitgliedern Dr. Friedrich Pöhl und Dr. Bernhard Tilg herausgegebene Sammelband zu Franz Boas, dem Begründer der <em>Cultural Anthropology</em> in den USA.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1019" title="boas" src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2009/12/boas.jpg" alt="boas" width="175" height="135" />Am Donnerstag, dem 10. Dezember, luden die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika und der LIT-Verlag zu einer Buchpräsentation in das Amerikahaus in Wien. Vorgestellt wurde nicht irgendein Buch, sondern der von den rationalpark-Mitgliedern Dr. Friedrich Pöhl und Dr. Bernhard Tilg herausgegebene Sammelband zu Franz Boas, dem Begründer der <em>Cultural Anthropology</em> in den USA.</p>
<p>Meg White, stellvertretende Botschaftsrätin für öffentliche Angelegenheiten, eröffnete die Veranstaltung mit einer Ansprache, und Richard Kisling, Lektor des LIT-Verlages in Wien, übernahm die Moderation der Kurzreferate und der anschließenden Diskussion. Nachdem die Herausgeber die Entstehungsgeschichte des Buches geschildert hatten, sprachen Prof. Dr. Ingo Schneider (Institut für Geschichte und Ethnologie, Univ. Innsbruck) und Prof. Dr. Roland Girtler (Institut für Soziologie, Univ. Wien) über das Leben und die Rolle Franz Boas&#8217; in der Ethnologie.
<div class="captionright"><img src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2009/12/boas_pres1.jpg" alt="boas_pres1" width="280" height="200">
<p>R. Kisling, Prof. Girtler, Prof. Schneider</p>
</div>
<p>Im Namen des rationalparks möchten wir uns herzlich bei der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika und dem LIT-Verlag dafür bedanken, dass sie es ermöglicht haben, diese Publikation einem interessierten Publikum näherzubringen.</p>
<p>Hier die Details zum Buch:</p>
<p><strong>FRANZ BOAS - KULTUR, SPRACHE, RASSE</strong><br />
Wege einer antirassistischen Anthropologie<br />
F. Pöhl, B. Tilg (Hg.)<br />
LIT Verlag, 2009<br />
Broschiert, 152 Seiten, ISBN 978-3-643-50003-8, EUR 19,90 (unverbindl. Preisempfehlung)</p>
<p>&#8220;Franz Boas (1858 -1942), eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der &#8220;Wissenschaft vom Menschen&#8221; im frühen 20. Jahrhundert, begründete die Cultural Anthropology in Amerika und etablierte mithin die Anthropologie in den USA als eine akademische Disziplin. Geboren und aufgewachsen in einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Minden, Westfalen, studierte Boas in Heidelberg, Kiel und Bonn Physik, Mathematik und Geographie. 1883/84 begab er sich auf eine geographische Arktisexpedition nach Baffin-Land, welche sein genuines Interesse an Ethnologie und Anthropologie erneut entfachte. Boas emigrierte schließlich in die USA und bekleidete von 1899 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1936 als ordentlicher Professor einen Lehrstuhl für Anthropologie an der Columbia Universität von New York.
<div class="captionleft"><img src="http://www.rationalpark.com/wp/wp-content/uploads/2009/12/boas_pres2.jpg">
<p>Prof. Girtler referiert zum Leben F. Boas&#8217;</p>
</div>
<p>Die liberal-demokratischen und pazifistischen Ideale seines Elternhauses werden Boas sein Leben lang begleiten und ihn dazu veranlassen, gegen jegliche damalige Rassendiskriminierung wissenschaftlich aufzubegehren. Auch als gesellschaftlich und politisch engagierter Wissenschafter führte er einen oftmals einsamen Kampf für die Rechte der Indianer, der Afroamerikaner und nicht zuletzt für die Rechte der europäischen Immigranten. Beeinflusst von den Ideen Humboldts und der Aufklärung im Allgemeinen, entwickelte Boas seine wissenschaftlichen und philosophischen Perspektiven und Methoden. Als einer der ersten sprach Boas von Kultur(en) im Plural und verabschiedete sich somit von einem essentialistischen Kulturkonzept.</p>
<p>Vor allem aber antizipierte Boas die Affinität von (wissenschaftlichem) Rassismus und Evolutionismus, weshalb er die Vorstellung einer universalistischen und linearen kulturellen Evolution zurückwies; insbesondere, wenn das evolutionäre Fortschrittsparadigma auf der allgemeinen und wissenschaftlich nicht fassbaren Idee der Rasse basierte und damit Individualität verneinte. Noch im hohen Alter verwehrte sich Boas gegen den wissenschaftlichen Rassismus und den damit einhergehenden Rassenwahn der Nationalsozialisten in Deutschland und schämte sich dafür, ein &#8220;Deutscher&#8221; zu sein.&#8221;</p>
<blockquote><p><strong>L I N K S</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.usembassy.at/de/index.html" target="_blank">Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika</a></li>
<li><a href="http://www.lit-verlag.at" target="_blank">LIT-Verlag</a></li>
</ul>
</blockquote>
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