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Diese Kategorie beinhaltet 34 Beiträge

“Niemand ist hier arm…”

Armut ist weit weg. Armut ist selbstgewählt. Armut wird mich nie betreffen. Diese und ähnliche Aussagen sind nicht selten in den Köpfen unsereins zu finden. Ob es nun eine Bewältigungsstrategie, Selbstschutz oder bewusste Verblendung der Realität ist, sei dahingestellt. Klar und offensichtlich ist, dass die wenigsten ÖsterreicherInnen mit Armut umzugehen wissen. Und das, obwohl es ein Thema ist, das uns tagtäglich auf den Straßen begegnet, ob wir es nun sehen wollen oder nicht. Der Thematik annehmen trauen sich selbst die großen Tageszeitungen meist nur vor den Weihnachtstagen, wo an die SpenderInnen mit Bildern, Texten und Statistiken appelliert wird. Diesen Reportagen ist der folgende Medienbericht gewidmet.

Heidegger und die Elefanten

Aus mehreren aktuellen Anlässen ist es wieder ein Mal nötig, die Frage nach dem Sein der Tiere aus philosophischer Sicht zu stellen. Die Betonung liegt hier freilich auf dem Fragen, weil einerseits ein ernsthaftes Denken nie zu einer endgültigen Antwort kommen kann und andererseits das Fragen bekanntlich die „Frömmigkeit des Denkens“ begründet.

Zur Geschichte des/der Psychiaters/in

Vortrag von Dr. Bernhard Tilg anlässlich der Tagung zur Geschichte der Psychiatrie an der UMIT - Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, medizinische Informatik und Technik, vom 2.-3. Oktober 2009 in Hall in Tirol.

Gedanken zum Dossier 2009

Was ist Wissenschaft?
Keine Sorge, verehrter Leser, verehrte Leserin, wir wollen uns nicht in die philosophische Tiefe dieses Themas hinabwagen und Zitate anhäufen, was dieser oder jener Denker dazu schon Denkwürdiges festgehalten hat. Wir wollen uns zunächst mit der bloßen Feststellung begnügen, dass es sich dabei um eine zuhöchst streitbare Frage handelt. Das scheint eine triviale [...]

The medium is me

Sarah hat noch immer Kopfweh. Harald schreibt an seiner Diplomarbeit und trinkt keinen Alkohol mehr, bis er damit fertig ist – Sabine gefällt dies. Und Katherina ist wieder Single. All das weiß ich nicht aus persönlichen Gesprächen oder Klatsch. Nein, Sarah, Harald und die anderen sind meine „Freunde“ – gemeinsam mit mehr als 175 Millionen sind wir Mitglieder von „Facebook“. Ebenso wie „StudiVZ“ und „MySpace“ handelt es sich dabei um ein Social Network; das sind interaktive Plattformen im WWW.

Zwischen Pestilenz und Kapital – ein Ausflug

Die Welt befindet sich in einer Krise – darüber besteht, dank der subtilen Versorgung mit Informationen, die wir alle genießen, kein Zweifel. Wie immer ist es auch diesmal die größte Katastrophe seit Menschengedenken, seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930ern und seit der Sintflut. Die Betonung der Einzigartigkeit von Ereignissen und Entwicklungen ist Teil einer kommunikativen Tradition, deren Ausdruck zwischen Aufregung und Hysterie oszilliert. Ob dies nun spezifischer Ausdruck und Kennzeichen der modernen Massenmedien ist oder nicht, sei dahingestellt. Es gilt jedoch festzuhalten, dass sich der Umgang mit Krisen nicht im Wesentlichen geändert hat – die getätigten Äußerungen und angewandten Strategien sind strukturell und chronologisch ähnlich.

Wissenschaft und Niederlage

Es war nicht der Brief eines sich entziehenden Geliebten, wie in Anna Mitgutschs Schilderung der sehnsüchtigen Eile einer an der unerfüllten Liebe verzweifelnden Frau; es war ein Schreiben einer großen österreichischen Institution für Wissenschaftsförderung, auf das sich mein Warten und Hoffen bezog. Ich entsann mich dieser Stelle im Roman, als ich mich dabei ertappte, wie ich beim Öffnen des Postkastens in beinah neurotischer Manier jeden morgen aufs Neue einen, oben zitiertem sehr ähnlichen, inneren Monolog abhielt.

ARBEITS-Zeit, FREI-Zeit, ECHT-Zeit

ARBEITS-Zeit [1]
“Bremen 1603. Alle Versuche, mit Armut und Bettelei und vor allem dem ständigen Zustrom verzweifelter, hungriger und zu allem bereiter Menschen fertig zu werden, sind fehlgeschlagen. Die Ratsherren greifen den Vorschlag eines Bürgers auf, sich einmal in Amsterdam das acht Jahre zuvor gegründete Raspelhuis anzusehen. So geschieht es, und schon 1604 hat Bremen als [...]

Über das Werfen

Gehen wir von Sloterdijk aus. Seinen Schaumdeutungen zu Folge wird jeder Haushalt des rhizomartigen Blasengebildes von neun verschiedenen Geistern heimgesucht. Ersparen wir uns die gesamte weitere Topologie[1]. Für den Augenblick ist nur die Hand wichtig, die Welten, die sie erschließt und die Grenzen, die sie setzt. Sloterdijk macht sich hier besonders Heideggers “Zeuganalysen” aus “Sein [...]

Nicht nur der Postmann klingelt zweimal

Nicht nur von napoleonischem Eifer getriebene Finanzspekulanten, nach wie vor existente Studiengebühren, von der Tourismuswirtschaft hochgezüchtete Preise, Finanzkrisen in den USA und Sicherheitsvorkehrungen ”im Kampf gegen den Terror” ziehen dem kleinen Mann/der kleinen Frau im Herz der Alpenrepublik das Geld aus der Tasche. Bezahlen ist immer eine Tätigkeit, die zwar widerwillig, jedoch als Tausch für einen wie auch immer gearteten [...]

Denkwürdiges

Developing countries, with American help, never develop.
Marshall Sahlins
Waiting for Foucault, still