Armut ist weit weg. Armut ist selbstgewählt. Armut wird mich nie betreffen. Diese und ähnliche Aussagen sind nicht selten in den Köpfen unsereins zu finden. Ob es nun eine Bewältigungsstrategie, Selbstschutz oder bewusste Verblendung der Realität ist, sei dahingestellt. Klar und offensichtlich ist, dass die wenigsten ÖsterreicherInnen mit Armut umzugehen wissen. Und das, obwohl es ein Thema ist, das uns tagtäglich auf den Straßen begegnet, ob wir es nun sehen wollen oder nicht. Der Thematik annehmen trauen sich selbst die großen Tageszeitungen meist nur vor den Weihnachtstagen, wo an die SpenderInnen mit Bildern, Texten und Statistiken appelliert wird. Diesen Reportagen ist der folgende Medienbericht gewidmet.
Aus mehreren aktuellen Anlässen ist es wieder ein Mal nötig, die Frage nach dem Sein der Tiere aus philosophischer Sicht zu stellen. Die Betonung liegt hier freilich auf dem Fragen, weil einerseits ein ernsthaftes Denken nie zu einer endgültigen Antwort kommen kann und andererseits das Fragen bekanntlich die „Frömmigkeit des Denkens“ begründet.
Dass GEBEN, NEHMEN und damit TAUSCHEN den Menschen niemals nur auf einer rein wirtschaftlichen Ebene betrifft, sondern ganz unterschiedliche Dimensionen des gesellschaftlichen Zusammenseins angeht, zeigt der 4. Band der rationalpark-Reihe »plateaus«.
Vortrag von Dr. Bernhard Tilg anlässlich der Tagung zur Geschichte der Psychiatrie an der UMIT - Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, medizinische Informatik und Technik, vom 2.-3. Oktober 2009 in Hall in Tirol.
Was ist Wissenschaft?
Keine Sorge, verehrter Leser, verehrte Leserin, wir wollen uns nicht in die philosophische Tiefe dieses Themas hinabwagen und Zitate anhäufen, was dieser oder jener Denker dazu schon Denkwürdiges festgehalten hat. Wir wollen uns zunächst mit der bloßen Feststellung begnügen, dass es sich dabei um eine zuhöchst streitbare Frage handelt. Das scheint eine triviale [...]
ÜRSPRÜNGE UND ANFÄNGE
Th. Gimesi, W. Hanselitsch (Hg.)
rationalpark series | plateaus, No.3
LIT Verlag, 2009
Broschiert, ISBN 978-3-643-50095-3 | EUR 19,90 (unverbindl. Preisempfehlung)
“Konstruierte Ursprünge und Anfänge - und alle Ursprünge und Anfänge sind immer irgendwie “erfunden” - sind in der Wissenschaft nicht unbedingt beliebte und geachtete Denkfiguren. Nichtsdestotrotz kommt niemand an ihnen vorbei, unabhängig davon, wie die dazugehörige [...]
SEELE, TOD UND JENSEITS
Antiker Grundriss, historische Ansichten und aktuelle Details zu Tirol und Österreich
Werner Hanselitsch
rationalpark series | monograph, No. 2
LIT Verlag, 2009
Broschiert, 256 Seiten, ISBN 978-3-643-50072-4 | EUR 24.90 (unverbindl. Preisempfehlung)
“Der Glaube an eine unsterbliche Seele in Verbindung mit unterschiedlichen Jenseitsvorstellungen wurde für das Denken und Hoffen in Europa durch die griechischen Philosophen der Antike fruchtbar [...]
Sarah hat noch immer Kopfweh. Harald schreibt an seiner Diplomarbeit und trinkt keinen Alkohol mehr, bis er damit fertig ist – Sabine gefällt dies. Und Katherina ist wieder Single. All das weiß ich nicht aus persönlichen Gesprächen oder Klatsch. Nein, Sarah, Harald und die anderen sind meine „Freunde“ – gemeinsam mit mehr als 175 Millionen sind wir Mitglieder von „Facebook“. Ebenso wie „StudiVZ“ und „MySpace“ handelt es sich dabei um ein Social Network; das sind interaktive Plattformen im WWW.
Die Welt befindet sich in einer Krise – darüber besteht, dank der subtilen Versorgung mit Informationen, die wir alle genießen, kein Zweifel. Wie immer ist es auch diesmal die größte Katastrophe seit Menschengedenken, seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930ern und seit der Sintflut. Die Betonung der Einzigartigkeit von Ereignissen und Entwicklungen ist Teil einer kommunikativen Tradition, deren Ausdruck zwischen Aufregung und Hysterie oszilliert. Ob dies nun spezifischer Ausdruck und Kennzeichen der modernen Massenmedien ist oder nicht, sei dahingestellt. Es gilt jedoch festzuhalten, dass sich der Umgang mit Krisen nicht im Wesentlichen geändert hat – die getätigten Äußerungen und angewandten Strategien sind strukturell und chronologisch ähnlich.
Es war nicht der Brief eines sich entziehenden Geliebten, wie in Anna Mitgutschs Schilderung der sehnsüchtigen Eile einer an der unerfüllten Liebe verzweifelnden Frau; es war ein Schreiben einer großen österreichischen Institution für Wissenschaftsförderung, auf das sich mein Warten und Hoffen bezog. Ich entsann mich dieser Stelle im Roman, als ich mich dabei ertappte, wie ich beim Öffnen des Postkastens in beinah neurotischer Manier jeden morgen aufs Neue einen, oben zitiertem sehr ähnlichen, inneren Monolog abhielt.