Die Welt befindet sich in einer Krise – darüber besteht, dank der subtilen Versorgung mit Informationen, die wir alle genießen, kein Zweifel. Wie immer ist es auch diesmal die größte Katastrophe seit Menschengedenken, seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930ern und seit der Sintflut. Die Betonung der Einzigartigkeit von Ereignissen und Entwicklungen ist Teil einer kommunikativen Tradition, deren Ausdruck zwischen Aufregung und Hysterie oszilliert. Ob dies nun spezifischer Ausdruck und Kennzeichen der modernen Massenmedien ist oder nicht, sei dahingestellt. Es gilt jedoch festzuhalten, dass sich der Umgang mit Krisen nicht im Wesentlichen geändert hat – die getätigten Äußerungen und angewandten Strategien sind strukturell und chronologisch ähnlich.