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Über die Grenze

ueber_die_grenzeÜBER DIE GRENZE
Th. Gimesi, W. Hanselitsch (Hg.)
rationalpark series | plateaus, No.2
LIT Verlag, 2008
Broschiert, 192 Seiten, ISBN 978-3-8258-1918-7 | EUR 19,90 (unverbindl. Preisempfehlung)

“Grenzen werden aufgezeigt, gesetzt, für gültig erklärt oder als unrechtmäßig abgeurteilt. Was vornehmlich der politischen oder rechtlichen Sphäre zugehörig zu sein scheint, entpuppt sich oftmals als kulturelles Produkt, das dazu beiträgt, sowohl das Selbstverständnis des Einzelnen als auch der verschiedenen, in einer Gesellschaft agierenden Gruppen auszubilden. Gerade die Dynamik, die – passiv – aus einer Verschiebung  sozialer Schranken oder – aktiv – aus einer bewussten Überschreitung überlieferter Konventionen herrührt, diktiert den Lebensrhythmus des “modernen Menschen”. Die AutorInnen des vorliegenden Sammelbandes haben sich der Aufgabe gestellt, die Tragweite und den Stellenwert auszuloten, welchen die “Grenze” als sozio-kulturelles Phänomen einnimmt – inklusive jener Fälle, in denen die als “absolut” gesetzten Demarkationslinien überschritten werden konnten. Dabei ist, wie auch schon beim vorangegangen Dossier (”Das Fremde im Raum”), ein breites Spektrum an spezifischen Eindrücken zustande gekommen, das den Leser in die unterschiedlichsten Welten (ent)führt und die Bandbreite wissenschaftlicher Herangehensweisen illustriert, mit denen die Mitglieder des rationalparks sich eines Themas bemächtigen.”

Folgende Texte sind enthalten:

  • Gianluca Crepaldi: “Über die Grenze des Sagbaren - Die Entwicklung des Denkens aus emotionaler Erfahrung in der Psychoanalyse Wilfred Bions
  • Michael Fliri: “Symbol, Ritual und Wirklichkeit - Das Symbol als Mittel und Möglichkeit zur Überschreitung von Grenzen
  • Thomas Gimesi: “Im >weißen< Vaterland - Über Liebe, Leben und Sterben kolonialer Soldaten und Arbeiter im Frankreich des Ersten Weltkrieges
  • Andreas Kriwak: “a wie Atheismus - Die Psychoanalyse als Grenze zwischen Religion und Wissenschaft
  • Thomas Müller: “Über die Grenzen des Gesetzes - Das rechtstaatliche Steuerungsinstrument und die qualitativen Grenzen seiner Steuerungsfähigkeit
  • Friedrich Pöhl: “Über die Grenzen des Fremdverstehens – Eine philosophische Fabel
  • Martin Steidl: “Grenzstein-Transformationen - Vom Stein der Begegnung zum Stein des Anstoßes
  • Bernhard Tilg: “Jenseits und diesseits der Grenzen - Über Monster, Frauen und andere Rassen
  • Annegret Waldner: “Das nicht grenzenlose Vergnügen - Gezogene, gedachte und aufgehobene Grenzen im Medientext Schlager zwischen 1939 und 1949
  • Andreas Wiesinger: “Virtuelle Gemeinschaften - Kommunikation und Identität in digitalen Netzwerken

K A U F E N
Erhältlich im gut sortierten Buchhandel, bereits gesehen bei diesen Anbietern.

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Denkwürdiges

Wer gut zu führen weiß, ist nicht kriegerisch. Wer gut zu kämpfen weiß, ist nicht zornig. Wer gut die Feinde zu besiegen weiß, kämpft nicht mit ihnen. Wer gut die Menschen zu gebrauchen weiß, der hält sich unten. Das ist das Leben, das nicht streitet. Das ist die Kraft, die Menschen zu gebrauchen. Das ist der Pol, der bis zum Himmel reicht.
Lao Tse
Tao Te King