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Augenzeuge in Ruanda

Dr. Peter Hazdra und Thomas Gimesi

Dr. Peter Hazdra und Thomas Gimesi

Am 14. November 2006 berichtete Dr. Peter Hazdra, Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement an der Landesverteidigungsakademie Wien, im Rahmen des Analysekurses “Internationales Krisenmanagement der EU” von seinen Erfahrungen während des Völkermordes in Ruanda. Dr. Hazdra, zu dieser Zeit im Lande stationiert, vermochte durch seine Schilderungen interessante und für die Anwesenden ernüchternde Eindrücke in die Geschehnisse der Jahre 1993/1994 zu geben. Der Vortrag wurde von einer Vielzahl wohl in dieser Form noch nicht veröffentlichter Fotografien und einen kurzen Dokumentarfilm ergänzt, welcher auf die Versäumnisse aufgrund einer falschen Lagebeurteilung einging. Durch die Authentizität der Ausführungen Dr. Hazdras wurde deutlich, weshalb insbesondere im Bereich der Konfliktbearbeitung auf den Erfahrungsschatz von Beratern und Einsazkräften “vor Ort” zurückgegriffen werden sollte um theoretisch erarbeitete Konzepte zu fundieren oder gegebenenfalls revidieren zu können und um die internationale Gemeinschaft davon zu überzeugen, dass in bestimmten Fällen akuter Handlungsbedarf besteht - eine Einsicht, die nicht nur im Falle Ruandas oftmals zu spät kam.

Ziel des an der Universität Innsbruck veranstalteten Kurses, welcher von Prof. Dr. Alexander Siedschlag, Lehrstuhlinhaber der Stiftungsprofessur für Europäische Sicherheitspolitik, gemeinsam mit Thomas Gimesi abgehalten wurde, war, die Kenntnisse der Studierenden hinsichtlich aktueller Verfahrensweisen der EU-Institutionen im Bereich des internationalen Krisenmanagements zu vertiefen und diese anhand von Fallstudien selbstständig umzusetzen.

L I N K S

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